8 Punkte, damit Maschinenbauunternehmen die Digitalisierung gelingt

November 14, 2016
Die sich verändernde Rolle von Geschäftsanwendungen ist bei vielen Herstellern von Industriemaschinen und -anlagen (IM&E) zu einem wichtigen Diskussionsthema geworden, weil sie nicht genau wissen, welche Funktionen sie auf dem Weg zur Digitalisierung benötigen.

Schnelle Veränderung hat in den letzten zehn Jahren die IM&E-Branche belastet. Mit den vielen neuen umwälzenden Technologien Schritt zu halten, kostet viele Unternehmen jede Menge Kraft, heute mehr denn je. Die Hersteller müssen die Augen offen halten, sich aktiv mit neuen IT-Technologien beschäftigen und alles dafür tun, um die Schar an Mitbewerbern hinter sich zu lassen. Die Vielfalt neuer Technologien ist enorm, von IoT-fähigen Smartsensoren und Konfigurationstools über Mobilität und Social Collaboration bis hin zu 3D-Druck. Bei den Geschäftsanwendungen stellt sich immer die Frage, in welche Lösungen investiert werden soll.

IM&E-Hersteller müssen die sich verändernde Rolle von Geschäftsanwendungen verstehen, um solide Entscheidungen zu treffen und strategische IT-Investitionen im Zusammenhang mit dem Austausch, der Modernisierung oder der Erweiterung ihrer zentralen Geschäftssysteme zu tätigen. Skeptiker halten es vielleicht für besser, in spezialisierte Apps und Tools für die Benutzerproduktivität zu investieren. Andere wiederum sehen IT-Sicherheit und Hardware als primäre Investitionsziele. Oftmals liegt Entscheidungen eine zentrale Frage zugrunde: Sind traditionelle Geschäftsanwendungen robust, agil und dynamisch genug, um mit der Komplexität der Digitalisierung, des Internet of Things und der Telemetrie zurecht zu kommen?

Heutzutage erfinden moderne ERP-Lösungen das Konzept der ERP neu. Sie gehen in vielerlei Hinsicht einen Schritt weiter, sind flexibel und ermöglichen die Integration von Tools, maßgeschneiderte Funktionen für vertikale Branchen und außerdem intuitive Benutzung, so dass nicht jedes Mal die IT-Abteilung belästigt werden muss, wenn ein spezieller Bericht benötigt wird. Einige ERP-Lösungen haben eine Open-Source-Architektur, was die Integration fremder Tools und die Anpassung der Funktionen bei Einführung neuer Lösungen und Anwendungen erleichtert. ERP ist elastisch, dehnt sich mit dem Unternehmen aus, wächst, wo und wann immer nötig. Diese Art von ERP ist sicherlich die beste Voraussetzung, um die Herausforderungen der digitalen Fertigung zu meistern.

Anforderungen an die digitale Fertigung

Wenn IM&E-Hersteller eine Bestandsaufnahme ihrer aktuellen Infrastruktur durchführen und mit der Umsetzung ihrer digitalen Strategien beginnen (oder diese beschleunigen), macht es Sinn, die aktuelle Funktionalität des ERP-Systems und der Geschäftsanwendungen auf den Prüfstand zu stellen. Auf diese Weise lässt sich leichter feststellen, ob ältere ERP-Systeme und Geschäftsanwendungen noch gerade „modern genug“ sind oder ob in zentralen Bereichen Lücken bestehen, die über kurz oder lang katastrophale Folgen haben könnten. Im Folgenden sind einige spezifische Funktionen aufgeführt, die für Hersteller mit Perspektive bis 2020 wesentlich sein dürften:

  • Riesiger Datenspeicher. Wenn Hersteller ihre Internet of Things-Strategien umsetzen und mit der Feinabstimmung von Use-Cases für die Beschaffung und Zusammenführung riesiger Mengen an unstrukturierten und strukturierten Daten anfangen, wird Speicher zu einem kritischen Thema. Die meisten Unternehmen halten die Elastizität der Cloud für einen wesentlichen Aspekt.
  • Bereitstellung in der Cloud. Die Cloudbereitstellung hat für digital orientierte Hersteller viele Vorteile, wie unter anderem die stets aktuellen Funktionen und das Abonnementmodell, mit dem eine vorhersagbare, überschaubare monatliche Gebühr anstelle einer einmaligen Investition verbunden ist.
  • Data Science. IoT-Strategien, Elemente von Digital Manufacturing, setzen fortschrittliche Business Intelligence, Big Data und Data Science voraus, um die riesigen Mengen an Daten, die von Sensoren geliefert werden, in aussagekräftige Einblicke zu verwandeln. Die Wissenschaft stellt moderne Algorithmen bereit, die maschinelles Lernen, Vorhersageanalysen und automatisierte Reaktionen auf vordefinierte Triggerereignisse ermöglichen.
  • Talent Science. Die Rekrutierung und Bindung qualifizierter Mitarbeiter ist heute schwieriger – und kritischer – denn je. Die Hersteller brauchen fortschrittliche Talent-Science-Lösungen für Einarbeitung, Weiterbildung, Verfolgung des Zertifizierungsverlaufs und Steuerung der Erwartungen in einem sich wandelnden Mitarbeiterumfeld.
  • Globales Liefernetzwerk. Die Beziehungen zu Supply-Chain-Partnern nehmen einen kritischen Platz ein. Nicht nur, dass Ressourcen und Lieferungen mit Echtzeitgenauigkeit verfolgt werden müssen – die Hersteller müssen auch in der Lage sein, mit modernen SCM-Lösungen zu arbeiten, die bei Prognosen und Planung von Kapazitäten und der richtigen Lagerbestände helfen.
  • Kundenbindung. Die Kunden von heute sind sehr anspruchsvoll – egal ob im Verbrauchersegment oder B2B. Die Kunden erwarten Schnelligkeit, Nutzen und in hohem Maße personalisierte Produkte. Mit den richtigen Tools zur Optimierung der Kundenbindung können Hersteller Kundeninteraktionen in ein Differenzierungsmerkmal verwandeln, was die Treue fördert und den Umsatz erhöht.
  • Product Lifecycle Management. Hersteller müssen Innovationen beschleunigen und den Produktlebenszyklus so steuern, dass die Erwartungen der Kunden besser erfüllt werden. Fortschrittliche PLM-Lösungen helfen, den Prozess mit geringerem Aufwand und größerem Nutzen zu steuern.
  • Asset-Wartung. Das Werk der Zukunft muss ohne unerwartete Verzögerungen oder Stillstandzeiten laufen. Die Wartung der Unternehmensassets ist Grundvoraussetzung für den effizienten und einwandfreien Betrieb der Maschinen. Die richtige vorbeugende Wartung kann auch helfen, die Nutzungsdauer von Maschinen zu verlängern, damit der Hersteller den Nutzen aus den Assets maximieren kann.

IM&E-Hersteller sollten die genannten Punkte als Checkliste der unbedingt notwendigen Funktionen heranziehen, damit sie für die künftigen Herausforderungen gewappnet sind. Da immer mehr Hersteller Strategien für die digitale Fertigung umsetzen, wird der Druck in der Wettbewerbslandschaft weiter zunehmen. Die Hersteller müssen sich intensiv mit dem Thema ERP-Lösungen und Geschäftsanwendungen auseinandersetzen, um die Leistung zu maximieren. Aber es müssen die richtigen sein.

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