Analysten warnen: Vertriebssparte bei IT-Investitionen im Verzug

März 29, 2016
Jeder Hausbesitzer weiß, dass er laufend in Instandhaltung und Renovierung investieren muss.

Der von IDC Manufacturing Insights herausgegebene Investitionsleitfaden legt Vertriebsunternehmen eine ähnliche Strategie ans Herz.

Simon Ellis (IDC Practice Director) und John Santagate (Research Manager) bringen es auf den Punkt: „Wenn Großhandelsunternehmen mit Nachdruck in Best-Practice-Technologien investieren, stärken sie ihr Business – ob in puncto Umsatz, Produktivität, Kosten oder Geschäftsprozesse.“

Allerdings: „Um das volle Nutzenpotenzial auszuschöpfen, braucht es ein konsequentes Investitionsengagement. Es macht keinen Sinn, in einem Jahr Investitionen zu tätigen, wenn sie später nicht ordentlich ausgebaut werden.“

Wenn Sie nicht investieren, tut es jemand anders.

Die IDC-Studie lässt keinen Zweifel daran: Investieren Sie in IT-Upgrades, denn die Konkurrenz tut es auch. Externe IT-Investitionen im gesamten Großhandelsspektrum machten 2014 über 50 Mrd. USD aus, ein Plus von 3,7 % gegenüber dem Vorjahr (48,6 Mrd. USD). Bis 2018 – und vielleicht sogar darüber hinaus – prognostiziert der Bericht ein jährliches Wachstum von durchschnittlich 3,3 %. Eine Umfrage unter 122 Großhandelsbetrieben zeigt:

  • 53 % der Unternehmen mit größeren IT-Budgets haben mit der Aufrüstung oder dem Austausch alter Technologie begonnen.
  • 44 % haben neue IT-Projekte in Angriff genommen.
  • In 40 % war organisches Wachstum einer der ausschlaggebenden Gründe für die Aufstockung der IT-Ausgaben.

Die besten Gründe für Investitionen

Bei IT-Neuanschaffungen ortet IDC mehrere zentrale Beweggründe wie: Knappe Margen, die Nachfrage nach Mehrwertdiensten und die von Natur aus schwierige Zwischenstellung der Vertriebsbranche.

„Die Branche wird sich der Tatsache stellen müssen, dass an mehr IT-Ausgaben kein Weg vorbeiführt, um die Betriebe zu optimieren. Das betrifft u. a. Investitionen in Big Data und Analysen, mobile Tools, Cloud Computing und Social Media“, so der Bericht. „Der Großhandelsvertrieb hat das Potenzial, andere Branchen zu überholen, indem er Cloud Computing als Mittel zur Unternehmenstransformation besser zur Geltung bringt“ – eben weil Vertriebsunternehmen zwischen Fertigung und Einzelhandel angesiedelt sind.

Angesichts dieser Herausforderungen ortet IDC drei große Kategorien, in denen Vertriebsunternehmen ihre Investitionsschwerpunkte setzen:

  1. Kundenerlebnis
  2. Cloud/Big Data/Analysen
  3. Intelligente Initiativen/Internet der Dinge

IDC nennt außerdem die sechs vorrangigen Bereiche für IT-Verbesserungen:

  • Consumer-Intelligence (74,9 %)
  • Logistikplanung (70,9 %)
  • Logistikausführung (69,4 %)
  • Preis- und Promotion-Optimierung (69,3 %)
  • Warenwirtschaft (67,7 %)
  • eCommerce-Plattformen (60.6%)

Gut Ding braucht Weile?

Vertriebsunternehmen, die es mit der Modernisierung ernst meinen, können sich laut IDC „erhebliche Vorteile sichern, und zwar in fünf wesentlichen Funktionsbereichen“: Finanzmanagement, Verkauf und Marketing, Supply-Chain-Management, Mehrwertdienste sowie Personalgewinnung und Mitarbeiterbindung. Viele Betriebe „treiben ihr profitables Wachstum voran und erkennen den Stellenwert der IT für die erfolgreiche Weiterentwicklung des Unternehmens“. Nachzügler sollten sich nach Meinung der Analysten aber vorsehen.

„Im Großhandelsvertrieb sind die schleppende Übernahme von Technologie und Rückstände bei Technologieinvestitionen ein typisches Merkmal. Bei einigen Schlüsselanwendungen beabsichtigten beinahe 20%, ihre hausgemachten Lösungen weiterzuverwenden – auch noch 2016. Indem sie es versäumen, zu Best-Practice-Software aufzuschließen, werden es viele dieser Unternehmen nicht schaffen, auf Marktveränderungen und neue Verbraucherwünsche zu reagieren.“

Laden Sie den Investitionsleitfaden von IDC Manufacturing Insights herunter.
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