Andere haben Kunden, wir haben Fans

Mai 9, 2016

Quelle: Interview mit Stefan Bezold, erschienen in der Cost & Logis vom 25.4.2016. Die Fragen stellte Jens Riemann. -


Cost & Logis sprach mit Stefan Bezold, Executive Sales Director Deutschland, Österreich, Schweiz für die Sparte Hospitality bei der Infor Deutschland GmbH, über das Konkurrenzumfeld, den Hotelmarkt und die Vorzüge der Globalität.


Cost & Logis: Herr Bezold, die Konkurrenz auf dem Markt der Softwareanbieter für die Hotellerie ist groß. Wie entwickelt sich Ihr Geschäft?


Stefan Bezold: „Außerordentlich gut. Unter anderem deshalb, weil der Hotelmarkt auf Hochtouren läuft. Ob Auslastungen, Zimmerraten oder RevPar – die Zahlen stimmen. Die meisten Hoteliers verdienen Geld und haben eine hohe Bereitschaft, in Informationstechnologie zu investieren. Zugute kommt uns derzeit ohne Frage auch, dass einer unserer wesentlichen Wettbewerber verkauft wurde und wir im Zuge dessen neue Kunden gewinnen konnten. Unser größter Pluspunkt im Wettbewerb ist allerdings unsere eigene Kompetenz und die Vielfalt unseres Angebotes: PMS, Revenue Management, Business Intelligence und Accounting – wir bieten unseren Kunden ein umfangreiches Leistungsspektrum mit professionellen Systemen, die ineinandergreifen. Das ist am Markt in der Form einzigartig. Unternehmen aus der internationalen Kettenhotellerie wissen das ebenso zu schätzen, wie gut aufgestellte Individualhotels."


Cost & Logis: Alles aus einer Hand anbieten, damit werben auch andere Anbieter. Warum ist Infor trotzdem die bessere Wahl?


Stefan Bezold: „Wir sind einer von zwei Anbietern, die weltweit aktiv sind. Unsere Systeme sind rund um den Globus im Einsatz und zertifiziert. Vor dem Hintergrund, dass sich immer mehr Hotelgruppen global aufstellen, spielt das eine maßgebliche Rolle. Außerdem pflegen wir über viele Jahre gewachsene Geschäftsbeziehungen, sind schon sehr lange am Markt. Andere haben Kunden, wir haben Fans. Mehr geht nicht.“


Cost & Logis: Inwieweit kann ein Hotel vom Einsatz Ihrer Systeme profitieren?


Stefan Bezold: „Das ist vom Einzelfall abhängig, kann bis zu sieben Prozent vom Umsatz ausmachen. Sie können sich leicht ausmalen, dass dabei erhebliche Beträge zusammenkommen. Beträge, die unmittelbar ergebniswirksam sind.“


Cost & Logis: Wie schätzen Sie die weitere Entwicklung auf den Hotelmärkten in Deutschland, der Schweiz und Österreich ein?


Stefan Bezold: „Die DACH-Region profitiert nicht zuletzt davon, dass es in anderen Teilen der Welt immer mehr Menschen gibt, die reisen können und wollen. Nehmen Sie das Beispiel China: Die 200 Millionen Menschen, die den neuen Mittelstand der Volksrepublik bilden, sind äußerst reisefreudig und möchten dies auch ausleben. Ähnliches gilt für Länder wie zum Beispiel Indien und Brasilien. Dazu kommt die Flüchtlingskrise mit all ihren menschlichen Tragödien und der Verunsicherung, die sie mit sich bringt. So schlimm diese Entwicklung ist – der Ferienhotellerie im deutschsprachigen Raum wird sie in die Karten spielen. Deutschland gilt als vergleichsweise sicher und stabil. Das wird dem Boom im Deutschland-Tourismus – neben anderen Faktoren ausgelöst durch viele neue Beherbergungskonzepte und Marken – zusätzliche Schubkraft verleihen.“


Cost & Logis: Wie sieht der klassische Infor-Kunde eigentlich aus? Fokussieren sie sich auf die Ketten oder sind Sie auch eine Alternative für den Mittelstand?


Stefan Bezold: „Auf alle Fälle! Für Hotels ab 50 Gästezimmern kommt der Einsatz unserer Produkte definitiv in Frage. Natürlich haben wir zuletzt auf uns aufmerksam gemacht mit spektakulären Deals wie dem mit der Wyndham-Gruppe (zirka 3.500 Hotels). Das soll aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Betriebe aus der Individualhotellerie für uns von maßgeblicher Bedeutung sind. Sie bilden die Basis unseres Geschäfts.“


Das Original-Interview lesen Sie hier. Wenn Sie Stefan Bezold erreichen möchten, senden Sie gerne eine E-Mail.



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  • Hotelwesen
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  • Hospitality
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