Cormac Watters, Executive Vice President und General Manager EMEA von Infor, blickt zurück auf die wichtigsten Themen der EEF Conference

April 17, 2018
Die jüngste EEF Manufacturing Conference bot eine – nach Aussage von Teilnehmern – anregende und informative Palette an Erkenntnissen und Möglichkeiten zum Networking. Die einzigartigen Ansichten der Referenten sind im volatilen Umfeld von heute von großer Bedeutung. Die Sitzungen werden die Hersteller inspirieren und dazu motivieren, neue Möglichkeiten zu suchen und Best-Practices für das moderne, digitale Zeitalter zu entwickeln. Angesichts der Auswirkungen des Brexit und der disruptiven Technologien müssen sich die Hersteller an zahlreiche Veränderungen anpassen. Mehrere Referenten widmeten sich der Frage, wie es gelingen kann, angesichts dieses Wandels relevant zu bleiben.

Im Anschluss an die Veranstaltung befragten die Organisatoren der Konferenz die Teilnehmer zu ihren Reaktionen und zentralen Erkenntnissen aus dem Event. Cormac Watters, der Executive Vice President und General Manager EMEA von Infor, leitete eine Sitzung über die Modernisierung des Personals im Anschluss an den Brexit. Hier sind einige Höhepunkte aus dem Gespräch.



F: Was sind Ihrer Meinung nach die größten Veränderungen, vor denen die Hersteller stehen?
A: Ich denke, dass sich die Welt um uns sehr schnell bewegt und Technologie heute eine große Rolle dabei spielt. Aus Sicht eines Herstellers von Unternehmenssoftware hat sich diese Technologie digitalisiert – ein Begriff, den alle verwenden, von dem aber niemand genau weiß, was er bedeutet. Für uns bedeutet er unter anderem die Cloud-Bereitstellung. Alle Anforderungen an die IT-Infrastruktur werden für Sie verwaltet. Sie kaufen keine Software. Sie zahlen eine Miete oder Abonnementgebühr und dafür laufen alle Ihre Upgrades automatisch ab. Die Cloud-Bereitstellung ermöglicht auch die Verwendung von mobilen Geräten und bietet den Kunden eine Oberfläche, mit der sie vertraut sind und die sie ihrem Personal bereitstellen können. Die Mobilisierung des Personals ist heute ein wesentlicher Antrieb für Effizienz. Heute kommt es nur noch selten vor, dass Sie an einer Schulung teilnehmen müssen, um zu erfahren, wie Sie unsere Software verwenden. Sie ist sehr intuitiv, benutzerfreundlich und fördert die Motivation der Arbeitskräfte.

F: Wie reagieren Sie auf das hohe Tempo des Wandels?
A: Infor ist ein ERP-Anbieter, doch wir bieten auch all die anderen Anwendungen, die zur Verwaltung eines Unternehmens nötig sind, wie Talent Management, Business Intelligence und Künstliche Intelligenz. Wir haben herausgefunden, dass die meisten unserer Kunden eine einzelne Software-Suite bevorzugen, die sich einfach integrieren lässt und die unternehmensweit verfügbar ist, so dass alle Benutzer im Unternehmen auf dieselbe gemeinsame Plattform zugreifen können. Im gegenwärtigen Umfeld mit der Knappheit an Ressourcen sind Talent Science und die Anwerbung der geeigneten Mitarbeiter besonders wichtig. Dies ist die wichtigste strategische Herausforderung, vor der wir alle stehen. Unsere Software hat einige zentrale Vorteile, mit deren Hilfe Sie nicht nur auf die akademischen oder technischen Qualifikationen eines Bewerbers blicken, sondern auch Haltungen und Sichtweisen überprüfen können, um die geeigneten Personen für Ihr Unternehmen zu ermitteln. Sie suchen Bewerber, die ins vorhandene Team passen – und ins Team, das Sie aufbauen möchten. Diese Soft Skills können jetzt identifiziert und einbezogen werden.

Das Look & Feel unserer Software hilft dabei, Arbeitskräfte zu rekrutieren und zu halten. Heute bestehen Arbeitskräfte darauf, dass die verwendete Software intuitiv ist, genauso wie die Apps, die sie in der Freizeit verwenden. Deshalb ist es wichtig, dass wir nicht nur die richtigen Leute anstellen, sondern wir müssen das Umfeld auch angemessen interessant für sie gestalten, um sie halten zu können.

F: Was werden Ihrer Meinung nach die größten Auswirkungen des Brexit sein?
A: Der Brexit wird kommen und wird für uns alle große Auswirkungen haben. Aus Sicht eines Softwareanbieters gibt es eine gewisse Unsicherheit darüber, was das bedeutet. Wir müssen dafür sorgen, dass alle unsere Kunden die Software heute auf eine Weise verwenden, die es uns ermöglicht, die erforderlichen Updates bereitzustellen, damit die Kunden die Regeln der neuen Welt erfüllen und in der Lage sind, Importe, Exporte und Zölle zu verfolgen. Das wird eine andere Welt sein als die, die wir heute im Kontext der EU erleben. Die Software muss die Funktionalität bieten, die das Berichtswesen vereinfacht, anstatt eine weitere Last darzustellen. Für die Kunden in der Cloud erfolgen vierteljährlich Updates – vollkommen automatisch. Das wird den Wandel für die Kunden wesentlich einfacher machen.

F: Sind Ihre Kunden auf die Welt nach dem Brexit vorbereitet und bereit, sich an sie anzupassen?
A: Ich denke, dass es eine der wesentlichsten Erkenntnisse ist, die wir in den vergangenen Monaten aus den Gesprächen mit den Kunden über ihre Erwartungen an die Zeit nach dem Brexit gezogen haben: Sie möchten auf die künftigen Veränderungen vorbereitet sein, ohne genau zu wissen, worin diese bestehen.

Wir wissen aber, dass in der Welt nach dem Brexit Knappheit bei einer wichtigen Ressource bestehen wird – qualifiziertes Personal. Wir möchten sicher gehen, um in der Lage zu sein, unseren Kunden bei dieser Herausforderung zu helfen. Dafür stellen wir Tools bereit, die Hersteller nutzen können, um die Komplexität mit einer größeren Effizienz zu bewältigen. Die Hersteller können neue Systeme schnell in den Alltag integrieren. Sie alle scheinen den Wunsch zu haben, die Projekte abzukürzen und schneller die Vorteile auszuschöpfen. Was sie nicht mehr wollen, sind die traditionellen mehrjährigen ERP-Projekte. Das können wir bieten. Mit der Cloud-Bereitstellung können die Kunden neue Funktionen blitzschnell erhalten – und nur mit dieser Funktionalität werden sie relevant bleiben und neues Personal anwerben können.
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