Das Vorne-hui-hinten-pfui-Phänomen – und wie moderne ERP-Systeme Abhilfe leisten

Februar 27, 2015

Teil 2



Im ersten Teil unserer kleinen Serie haben wir die Auswirkungen von Consumeronics betrachtet und wie Modeunternehmen mit dem Diktat der Verbraucher umgehen können. Heute nehmen wir die umgekehrte Blickrichtung ein: Wie beeinflussen unternehmensinterne Prozesse und Begebenheiten den Unternehmenserfolg und sollten für 2015 ein Fokusfeld werden?


Die Modebranche ist ein echter Vorreiter, wenn es um moderne Anwendungen im e-Business geht: Ausgeklügelte Algorithmen sorgen im Web-Shop für bessere Empfehlungen, als eine noch so erfahrene Verkäuferin sie geben könnte. Futuristisch anmutende Anwendungen wie 3D-Body-Scanning oder 3D-Drucke ermöglichen Kunden völlig neue Erfahrungen. Doch so progressiv es vor der (virtuellen) Ladentheke auch zugeht: Ironischerweise finden sich in den Unternehmen, in denen innovative Designs und Kundenbetreuung auf modernstem Niveau an der Tagesordnung sind, völlig veraltete IT-Systeme, um die eigenen internen Prozesse zu steuern. Die Ausprägungen dieses Vorne-hui-hinten-pfui-Phänomens: Das durchschnittliche Alter einer ERP-Lösung liegt zwischen 7 und 20 Jahren. Informationssilos sind keine Seltenheit, weil es keine Schnittstellen gibt, um Daten auszutauschen. Eine Standard-Tabellenkalkulation ist eines der Hauptwerkzeuge zur Steuerung – selbst für komplexe Compliance- und Finanzanforderungen.


Moderne ERP-Systeme unterstützen die Flexibilität und Agilität, die das schnelllebige Mode-Business erfordert: In Kombination mit einer offenen Integrations- und Workflow-Management-Plattform können kurzzeitige Prozessänderungen schnell abgebildet werden. Software passt sich an Geschäftsbegebenheiten an – nicht umgekehrt. Die gemeinsame Nutzung der gleichen Datenbasis aller Systeme innerhalb des Unternehmens ist nicht nur aus IT-Sicht sinnvoll, sondern die Voraussetzung für eine erfolgreiche Omni-Channel-Strategie.


Hier zählt, alle Datensilos rund um Bestände abzuschaffen und vor allem keine separate Bestandsverwaltung je Kanal zuzulassen. In den Anfängen des E-Commerce gab es oft getrennte geführte Betriebe für stationäre und Online-Shops. Daraus ergab sich nicht selten die Konstellation, dass Artikel in einem Laden nicht mehr verfügbar waren, sie aber über die Website reduziert angeboten wurden – oder umgekehrt. Eine echte Omni-Channel-Strategie mit noch mehr Kanälen würde dieses Problem noch verschärfen. Hier bedarf es also unternehmensweiter Transparenz über den gesamten Bestand, um solche Engpässe und unkoordinierte Preisnachlässe zu vermeiden. Wer seinen Kunden ein verlässliches Konzept von ‚Online kaufen – vor Ort abholen’ oder eine wie auch immer geartete Version von ‚Hier kaufen – dort liefern’ bieten möchten, kommt nicht darum herum, Daten in Echtzeit zu prüfen und darauf ein automatisiertes Nachbestellungssystem aufzusetzen. Je kürzer die Vorlaufzeit, um so wichtiger wird, dass auch Supply Chain-Partner hier Einblicke nehmen können. Ohne ein modernes, offenes ERP-System ist das unmöglich.





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