Den Sprung in die digitale Technologie wagen – zaghaft oder mit Bauchklatscher?

Juni 28, 2017


Vielleicht haben Sie schon einmal an einem Sommernachmittag beobachtet, auf wie viele verschiedene Weisen Menschen in einen Swimmingpool gehen? Aber ist Ihnen auch schon aufgefallen, dass Herstellerunternehmen sich ganz ähnlich verhalten, wenn es darum geht, sich an digitale Technologien zu wagen? Hier sind sieben Typen, die es bei beiden Gruppen gibt. Mal sehen, ob Sie mir zustimmen.

Nachdenkliches Festhalten. Dies sind diejenigen, die zögern. Sie legen nur langsam ihre Badehandtücher ab, bleiben am liebsten in der Nähe der Leiter und halten sich hartnäckig am Beckenrand fest, wobei sie jedoch ständig abzurutschen drohen, da sie die Sonnencreme auch auf den Händen gleich in mehreren Schichten aufgetragen haben. Sie können jung sein oder älter, Männer oder Frauen, erfahrene Schwimmer oder Neulinge. Was bei allen auffällt, ist jedoch der zutiefst nachdenkliche, geradezu analytische Gesichtsausdruck. Ihr Gesicht, in dem oft die Augenbrauen zusammengezogen sind, scheint zu sagen, dass sie jedes kleinste Detail der Zukunft sorgfältig erwägen. Vielleicht konzentrieren sie sich darauf, was schief gehen könnte oder machen sich Sorgen über unvorhersehbare Gefahren. Sie kennen diesen Typ. Es mag sein, dass Sie selbst dazugehören. Wenn diese Personen am Pool sitzen, sind sie zurückgezogen, verstecken sich unter einem riesigen Sonnenhut und verpassen den eigentlichen Spaß. In der Welt der Hersteller bleiben sie dann hinter anderen zurück und verpassen Chancen.

Vorsichtig die Zehen eintauchen. Dies sind die Leute, denen zuzusehen am lustigsten ist. Nicht wegen der Dinge, die sie tun, sondern wegen der Dinge, die sie nicht tun – und der Ausreden. Sie scheinen nie wirklich ins Wasser zu gehen. Es ist entweder zu kalt oder zu warm. Aber man hört von ihnen viel Quietschen, Schreien, Schaudern, Stöhnen und sie warnen ihre Freunde: „Spritzt mich nicht nass!“ Am Pool ist das noch lustig. In der Herstellerindustrie sind diese nervösen Neinsager irritierend und behindern alle, die vorangehen möchten. Sie machen aufgrund von unzureichenden Informationen falsche Annahmen. Ihre lauten Proteste können auf andere, die auf sinnvolle Weise vorankommen wollen, alarmierend und entmutigend wirken. Genauso wie die Zehen in den Pool zu tauchen, noch kein Schwimmen ist, reicht ein kurzfristig angelegter Test einer Software nicht aus, um zu endgültigen Schlussfolgerungen zu kommen. Wenn auch Sie dazu neigen, nur die Zehen einzutauchen oder für eine solche Person arbeiten, wagen Sie endlich weiterzugehen!

Mit geschlossenen Augen springen. Einfach die Augen zu schließen und mutig ins Becken zu springen, ist fast schon die klassische Art, ins Wasser zu kommen. Aber es ist nicht immer die klügste. Am Pool möchten diese Leute vielleicht zeigen, dass sie besonders mutig sind, großes Selbstvertrauen haben oder die Entschlossenheit besitzen, ohne Zögern direkt hineinzuspringen. Oder aber sie verbergen so ihre Ängste. Herstellerunternehmen stürzen sich manchmal genauso blind in neue technologische Abenteuer. Verfügen sie tatsächlich über ein zu großes Selbstvertrauen? Oder verbergen sie ihre Unsicherheit? Auf jeden Fall ist es gefährlich, nicht zu sehen, wohin man springt! Öffnen Sie Ihre Augen. Passen Sie auf.

Bauchklatscher machen. Bewundern Sie jene sorglosen Leute, die beim Sprung in den Pool gleich die ganze Umgebung nass machen, oder hassen Sie sie? Gewiss sind der Anlauf und der riesige Sprung mit zu viel Adrenalin gut, um das Blut in Gang zu bringen. Doch das plötzliche, laute Platschen und die Riesenwelle, die über den ganzen Pool geht, kann irritierend sein, störend, sogar lächerlich. Auch in der Herstellerbranche kommen derartige Bauchklatscher häufig vor. Startups tauchen aus dem Nichts auf, stehlen die Aufmerksamkeit und auch Marktanteile. Neue Technologien kommen plötzlich auf die Bühne und erzeugen einen Riesenlärm. Innovative Produkte machen auf einem Markt einen großen Platscher, und der Wettbewerb wird von der Welle überrascht. Ein intelligenter Schwimmer bleibt wachsam und ist auf solche Störungen vorbereitet.

Sich treiben lassen. Sich im Pool ohne bestimmte Richtung einfach treiben zu lassen, kann entspannend sein. Aber auch das ist nicht ganz risikofrei. Im Pool mag man einen Sonnenbrand riskieren. Wer sich jedoch in der Herstellerindustrie ohne klares Ziel einfach auf den Wellen der Digitalisierung treiben lässt, wird vermutlich scheitern. Sie werden enttäuscht oder gehen gar unnötige Risiken ein.

Arschbombe mit Anlauf. Diese Gruppe verfügt über Übung und handelt überlegt. Sie ist daher Sieger, wenn es darum geht, am effizientesten in den Pool zu kommen. Ein gut gezielter Sprung, bei dem die Knie an die Brust gedrückt werden, zeigt auch, dass man zielgerichtet handeln kann, vorher nachdenkt und erzeugt einen Platscher der ausreicht, um Spaß zu machen, aber nicht den Frieden im ganzen Pool stört. Wer so springt, verscheucht außerdem all jene, die nur faul im Wasser treiben und kann sicher sein, die Aufmerksamkeit der Zuschauer zu gewinnen. In der digitalen Welt entspräche dies einer strategischen Initiative, die sich auf ein bestimmtes Ziel ausrichtet und genau die notwendigen Schritte unternimmt, um im erforderlichen Tempo den richtigen Schwung zur Zielerreichung zu bekommen. Es gibt einen Platscher, aber er verärgert nicht alle anderen Schwimmer und zwingt den Bademeister nicht, die Trillerpfeife zu benutzen.

Welcher Typ sind Sie? Falls Sie noch nicht den Sprung in die digitale Veränderung gewagt haben, müssen Sie spätestens jetzt eintauchen, auf die eine oder andere Weise. Vor allem dürfen Sie nicht draußen bleiben.
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