Die Stabilität der Lieferketten muss dringend verbessert werden

Januar 13, 2021

Über Jahre wurde die Digitalisierung in vielen Unternehmen als optionale Strategie betrachtet. Dies führte zu statischen und unverbundenen Kooperationspunkten zwischen Einkäufern und Lieferanten in der gesamten Lieferkette. In vielen Unternehmen bleiben die Prozesse weitgehend manuell und auf fragmentierte Systeme verteilt, was zu ineffizienten, fehleranfälligen Arbeitsabläufen führt.

Vielerorts verlässt man sich weiter auf Excel®, E-Mails und Telefonanrufe, was zu Verzögerungen, die Nichteinhaltung von Bestimmungen und Reibungsverlusten zwischen Einkäufern und Verkäufern führt. Der Verluste an Zeit und Ressourcen betrifft einfache Konzepte wie die Bestätigung von Kaufaufträgen, Geschäftsverhandlungen, die Einhaltung der Dokumentationspflichten und Genehmigung von Rechnungen. Darunter leiden Flexibilität und Agilität, während Millionen- oder sogar Milliardenbeträge im Umlaufvermögen gebunden sind.

Überall, wo Papier- und manuelle Prozesse vorhanden sind, kommt es zu einer mangelhaften Transparenz. Das führt zu verpassten Chancen bei der Nutzung von Echtzeitdaten aus der Lieferkette zur Optimierung der Entscheidungsfindung und Risikoeindämmung.

Digitalisierung ist jetzt ausschlaggebend, um wettbewerbsfähig zu bleiben und Reibungsverluste bei Lieferanten zu eliminieren. Mit einem digitalisierten Netzwerk als Grundlage können die Lieferkettendaten robustere Risikoeinschätzungen bereitstellen, von denen alle Beteiligten profitieren:

  • Echtzeit-Workflows und -Kooperationen zwischen den Unternehmen
  • Austausch von Prognosen und Prüfung von Kapazitäten und Auftragsdetails mit den Lieferanten
  • Festlegung des optimalen Zeitpunkts für Kapitalspritzen im Ausführungsprozess, um Lieferrisiken zu mindern
  • Identifizierung von alternativen Versorgungsquellen auf der Basis von Leistungstendenzen
  • Orchestrierung von Bestandsbewegungen vom Ursprungs- zum Zielort auf der Basis von prädiktiven und Echtzeit-Signalen

Schaffung von Zugang zu Kapital

Unerwartete Ereignisse, Risiken und Unsicherheit lösen bei großen Einzelhändlern und Herstellern häufig reflexartige Reaktionen hervor. Dies führt zu kontroversen Situationen, in denen Lieferanten vor Liquiditätsengpässen stehen, die auf ausgetrocknete Kredite, Zahlungsverzug oder Auftragsstornierungen zurückzuführen sind.

Lieferanten, die um den Zugang zu Kapital zu kämpfen haben, um den Betrieb aufrechtzuerhalten oder Material einzukaufen, fehlen häufig Finanzierungsoptionen, während andere mit hohen Kreditkosten zu kämpfen haben. Teure Kapitalkosten werden häufig auf die Kosten für die verkauften Güter übertragen, was die Margen verringert. Ein finanzschwacher Lieferant gefährdet häufig die Liefersicherheit und Kundenzufriedenheit.

Die Zusammenarbeit mit Lieferanten kann dabei helfen, die finanziellen Risiken zu mindern und gleichzeitig eine gesunde Lieferkette aufrechtzuerhalten. In einer manuellen Welt kann es Wochen dauern, bis Rechnungen bearbeiten und freigegeben werden. Doch wenn Kaufaufträge, Rechnungen und Zahlungsprozesse digitalisiert werden, können Rechnungen täglich automatisch geprüft und freigegeben werden. Wenn die Zahlungsfrist 30 Tage ab Rechnungsfreigabe beträgt, kann ein automatisierter Prozess ein Fenster von 29 Tagen schaffen, in denen Lieferanten eine Lieferkettenfinanzierung erhalten können.

Durch die Automatisierung werden die Lieferanten pünktlich bezahlt, was ihnen eine verbesserte Cashflow-Transparenz verschafft, um ihre Betriebsabläufe entsprechend zu planen. Ebenso verfügen die Finanzierer über die Transparenz im selben digitalen Ökosystem, so dass sie Kapital auf verschiedenen Stufen und mit unterschiedlichen Risikoprofilen in einer Transaktion zuführen können. Während eines wirtschaftlichen Aufschwungs, wenn die Ankerkäufer über überschüssige Mittel verfügen, können sie eine digitalisierte Umgebung dazu nutzen, um ihre eigenen Lieferanten frühzeitig mit einen Rabatt zu bezahlen, wodurch sie eine größere Rendite für Zahlungsmittel erhalten, als würden sie die Mittel in einem typischen Geldmarktfonds parken.

Die Behebung von finanziellen Risiken wirkt sich auf die Risikokritikalität des Lieferanten aus und wirkt an dessen Minderung mit. Der weltweite Handel wird immer komplexer. Die Zusammenarbeit mit Lieferanten an Programmen wie der digitalisierten Lieferkettenfinanzierung ist einer der wenigen einheitlichen und zuverlässigen Gewinne, von denen Einkäufer und Lieferanten gleichermaßen profitieren.

Um mehr über die Dringlichkeit, die Finanzierung der Lieferkette zu digitalisieren, zu erfahren, lesen Sie unseren Best-Practice-Leitfaden.

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