Drei neue Arbeitsweisen, die Sie noch heute übernehmen sollten

April 25, 2021

Automatisieren: Arbeitsplätze vernichten, um bessere Arbeitsplätze zu schaffen

Dies mag zunächst umstritten und widersinnig klingen, weil die meisten Menschen eine kritische Haltung bei der wahrgenommenen Vernichtung von Arbeitsplätzen durch Technologie eingenommen haben. In seinem Bericht über die Zukunft der Arbeitswelt prognostiziert das Weltwirtschaftsforum jedoch, dass durch Technologie bis 2022 rund 58 Millionen mehr Arbeitsplätze geschaffen als vernichtet werden. Dies deutet darauf hin, dass viele neue Möglichkeiten vergeudet werden, wenn auf Automatisierung verzichtet würde. Die Arbeitsformen, die durch Automatisierung und Technologie ersetzen werden, sind in der Regel Routineaufgaben, die die meisten Menschen nicht als motivierend oder erfüllend empfinden. Das Ergebnis der von der Pandemie angeregten Zusammenarbeit zwischen Mensch und Technik ist ein effizienteres und produktiveres Unternehmen mit zufriedeneren Mitarbeitern, die sich auf sinnvolle Aufgaben konzentrieren können.

Anpassen: keine Personalverwaltung mehr

In seinem kürzlich veröffentlichten Buch „Glaube an Menschen“ beschreibt Charles Koch die ideale Beziehung zwischen einer Unternehmensführung und ihren Mitarbeitern als „Empowerment“. Menschen würden ihr nahezu unbegrenztes Leistungspotenzial entfalten, wenn das Management ihnen das zutrauen und sie mit den richtigen Tools befähigen würde. Das altmodische Führungs- und Steuerungsmodell ist nicht den Anforderungen des Telearbeitsmodells gewachsen. Es hängt zu sehr von genau definierten Rollen und veralteten Annahmen über die Disziplin, Motivation und das Engagement der Arbeitnehmer ab. Stattdessen haben Unternehmen erkannt, dass das gesamte Unternehmen flexibler und innovativer wird, wenn die Mitarbeiter Zugang zu den Daten, Tools und Technologien erhalten, um aus der Ferne zu arbeiten und einen Beitrag außerhalb ihrer zugewiesenen Arbeitsaufgaben leisten können.

Verwirklichen: Work-Life-Balance neu definieren

Eine Umfrage von FlexJobs/Mental Health America hat Ende 2020 ergeben, dass 75 % der Menschen bei der Arbeit einen Burnout erlebt haben; 40 % gaben an, dies während der Pandemie erlebt zu haben. Mit anderen Worten, trotz der Arbeit aus der Ferne – mit all der Flexibilität, die sie ihnen bietet – war es immer noch schwierig, ihre vielfältigen, miteinander konkurrierenden Aufgaben unter einen Hut zu bringen. Durch das neue Paradigma wurde die Grenze zwischen Privat- und Arbeitsleben weitgehend aufgehoben. Wenn ein erheblicher Teil der Arbeit jetzt jederzeit, überall und von fast jedem erledigt werden kann, müssen Arbeitgeber und Regierungen überdenken, wie sie dieses flüssigere Modell unterstützen können. Die Work-Life-Balance hat sich zur Work-Life-Integration gewandelt.

Möchten Sie mehr wissen? Lesen Sie unseren Executive Brief: Drei positive Effekte der Pandemie auf die Arbeitswelt

Autor: Marcus Mossberger, Global Product and Industry Market Strategy, Infor

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