Inwiefern untermauert die Umstellung auf datenzentrierte Systeme die Sicherheit und Zuverlässigkeit im öffentlichen Personenverkehr?

November 5, 2020

Aus jeder Erfahrung lernen

In den ersten Wochen der Corona-Maßnahmen entfachte sich unter Infrastrukturmanagern und politischen Entscheidungsträgern eine rege Diskussion über Möglichkeiten eines „besseren Wiederaufbaus“. Dabei sollten Investitionen zur Wirtschaftsförderung, die die Systeme und Bevölkerungen im Hinblick auf künftige Notfälle widerstandsfähiger machen, Vorrang haben. Es handelt sich um einen Grundsatz, den Verkehrsgesellschaften bestens kennen – und der datenzentrierte Maßnahmenpläne voraussetzt.

Um den Zustand einer Verkehrsgesellschaft im Katastrophenfall zu erfassen, ihre Krisenmaßnahmen zu dokumentieren, ihre aktuelle Position zu bewerten und die künftige Bereitschaft zu maximieren, müssen Führungskräfte alle Assets, Prozesse und Verfahren genauestens verfolgen. In den vergangenen Jahren produzierten diese Entscheidungsträger Unmengen an gedruckten Einsatzprotokollen und Handbüchern, die sich nur schwer in einen nahtlosen Managementplan integrieren ließen. Heute vereinfacht eine integrierte EAM-Plattform den gesamten Prozess erheblich. Sie deckt über den Fuhrpark hinaus weitreichende Assets ab – von unterirdischen Kanälen über Druckgasleitungen bis hin zu Schildern, Signalen und Schaltern –, die alle gleichermaßen wichtig sind, um ein System am Laufen zu halten.

Verkehrsgesellschaften werden in der Lage sein, getroffene Maßnahmen zu evaluieren, zukünftige Probleme vorherzusehen, auf veränderte Erwartungen zu reagieren und zu verstehen, welche Hindernisse einer Leistungsverbesserung entgegenstehen. All dies sind Schlüsselprioritäten nach einem Notfall, wenn es entscheidend ist, alle verfügbaren Erkenntnisse und Lehren aus den Erfahrungen zu sammeln.

Datenpotenziale ausschöpfen

Jeder Notfall ist ein wichtiger Anlass, um Lücken im Service auszuloten und die kontinuierliche Verbesserung mit Nachdruck voranzutreiben. Dafür müssen Unternehmen auf Verwaltungs- und IT-Systeme setzen, die ein vollständiges Repository an Wartungsdaten – von Wartungsplänen und Checklisten bis hin zu Zertifizierungen und Erfahrung des Personals – erfassen und verwerten können. Da eine manuelle Erfassung sämtlicher Informationen zu jedem Asset schlichtweg unmöglich ist, bildet Technologie einen wichtigen Baustein dieses Prozesses. IoT-Tools, automatisiertes Datensammeln, Business Intelligence und Cloud-basierte Lösungen können ein nachhaltiges Asset-Leistungsmanagement unterstützen.

Durch die Implementierung von Mobile-Technologie eröffnen Sie Ihren Mitarbeitern die Möglichkeit, Daten in Echtzeit einzugeben. Gleichzeitig können Sie Arbeitschecklisten bündeln und die Überwachung durchführen. In denselben Mobile-Funktionen stecken Schlüsseldaten zu Arbeitsabläufen, Mitarbeiterqualifikationen und Zertifizierungen. Darüber hinaus sind die Gesellschaften dank dieser Technologien jederzeit für Audits gerüstet – ein in Zeiten verschärfter Protokolle und Praktiken in puncto Sicherheit und Sauberkeit besonders wichtiger Vorteil.

Für eine datenzentrierte Unternehmenssteuerung benötigen Geschäftsanwender sofortigen Zugriff auf Daten und Analysen, um diese für die Entscheidungsfindung nutzen zu können. Ansonsten wird nach Bauchgefühl oder aus Erfahrung entschieden – in den schnelllebigen Betriebsumgebungen von heute keine wirklich zuverlässigen Optionen.

Die Thematik dieses Blogbeitrags ist relevant für Ihr Unternehmen? Dann laden Sie unseren Best-Practice-Leitfaden zur Sicherheit und Zuverlässigkeit im öffentlichen Personenverkehr herunter.

Abgelegt unter
  • Asset management
  • Technology
Branche
  • Transportation
Region
  • EMEA
Verbinden wir uns

Wir melden uns in Kürze

Or connect via: Linkedin