Pop Quiz, Hot Shot: Ist eine zweistufige ERP-Strategie für Ihr Unternehmen das Richtige?

Oktober 30, 2020

Eine zweistufige ERP-Strategie? Das klingt vielleicht nicht so spannend wie ein Hollywood-Knüller mit Dennis Hopper und Keanu Reeves rund um eine Bombe in einem Bus. Doch unser kleines Quiz hier soll Ihnen bei der Entscheidung helfen, ob eine zweistufige ERP-Strategie für Ihr Unternehmen sinnvoll wäre. Los geht's:

  1. Handelt es sich bei Ihrem Unternehmen um ein Fertigungsunternehmen, einen Distributor, ein Private-Equity- oder Beteiligungsunternehmen?
    1. Ja
    2. Nein
  2. Handelt es sich um ein multinationales Unternehmen oder um ein Unternehmen mit mehreren Business Units?
    1. Ja
    2. Nein
  3. Verwendet Ihr Unternehmen derzeit eine eigene, Oracle- oder SAP-Enterprise-Software?
    1. Ja
    2. Nein
  4. Würde die Konsolidierung Ihrer Betriebsabläufe auf einem einzigen Unternehmenssoftwaresystem zu einer Verschlechterung der Geschäftsprozesse führen?
    1. Ja
    2. Nein

Wenn Sie alle oben genannten Fragen mit "Ja" beantwortet haben, ist es an der Zeit, eine zweistufige ERP-Strategie ernsthaft in Betracht zu ziehen.

Was ist eine zweistufige ERP-Strategie?

Eine zweistufige ERP-Strategie ist ein agiler Ansatz zur geschäftlichen Modernisierung, der es einem Unternehmen ermöglicht, alte Software iterativ zu ersetzen, ohne den zentralen ERP-Geschäftsbetrieb zu stören. Mit einer zweistufigen ERP-Strategie müssen Unternehmen ihren Hauptsitz und andere Standorte nicht als Ganzes betrachten. Stattdessen können sie die Anforderungen jedes Standorts sowie die betrieblichen Anforderungen des Unternehmens berücksichtigen, um die besten Systeme auszuwählen, die in der Lage sind, einfach zusammenzuarbeiten, um ihre unterschiedlichen Anforderungen zu erfüllen.

Dieser Ansatz bietet Unternehmen die notwendigen ERP-Bausteine, die sowohl in der Zentrale als auch an den verschiedenen Standorten benötigt werden, ohne dass an beiden Orten unnötige Funktionen implementiert werden müssen. Mit einer zweistufigen ERP-Strategie können sich die einzelnen Standorte auf die operativen Geschäftssysteme konzentrieren, die für den Betrieb dieses Standorts erforderlich sind, etwa lokale Fertigungs- oder Außendiensterfordernisse. Unterdessen richtet die Zentrale den Fokus auf das Finanzmanagement und andere notwendige Systeme, die für den Betrieb des Unternehmens insgesamt erforderlich sind.


Warum sollten Sie sich gerade jetzt Gedanken über eine zweistufige ERP-Strategie machen?
Wenn das obige kurze Quiz zu kurz greift, um Denkanstöße zu einer zweistufigen ERP-Strategie zu geben, können wir uns in „Drei gute Gründe, warum Sie eine zweistufige ERP-Strategie brauchen“ genauer ansehen, welchen Nutzen eine solche Strategie für Ihr Unternehmen hätte:

  1. Ihr Unternehmen erwägt bereits eine Cloud-basierte Computing-Strategie. Viele Unternehmen befinden sich derzeit in der Forschungs- und Überlegungsphase, um aus verschiedenen Gründen von einer lokalen Computerumgebung auf eine Cloud-basierte Infrastruktur umzusteigen – u. a. Kostenvorteile, mehr Sicherheit und eine zügigere Integration bzw. Bereitstellung in erworbenen oder erweiterten Betrieben. Cloud Computing wird schnell zum neuen Standard für IT-Infrastruktur, und Unternehmen möchten alle Vorteile nutzen, die es zu bieten hat.

  2. Es fällt Ihnen schwer, Geschäftsprozesse zu kodifizieren oder zu automatisieren, die die Wettbewerbsdifferenzierung vorantreiben. Der ERP-Softwarebranche haftet seit langem der schlechte Ruf an, Unternehmen dazu zu verleiten, ihre Geschäftsprozesse an die Funktionsweise der Software anzupassen – anstatt Software zu liefern, die sich an die im Unternehmen sorgsam ausgefeilten Geschäftsprozesse und Arbeitsabläufe anpasst und die „Geheimzutaten“ ihrer Geschäftsstrategie berücksichtigt.

    Mit einer zweistufigen ERP-Strategie können Unternehmen die konstanten ERP-Systeme und Geschäftsprozesse – wie Hauptbuch, Finanzberichterstattung und andere feste Arbeitsabläufe – beibehalten. Solange es nicht kaputt geht, reparieren Sie es nicht.

    Diese Strategie eröffnet Unternehmen jedoch auch die Flexibilität, die sie benötigen, um neue, einzigartige oder überarbeitete Geschäftsprozesse in anderen Bereichen, wie Produktentwicklung, Kundenbindung, Servicebefähigung und mehr, zu berücksichtigen. Diese Flexibilität ergibt sich aus einem erweiterbaren, branchenorientierten, Cloud-basierten ERP-Softwaresystem, das ohne Beeinträchtigung der Geschäftsprozesse oder Wertverluste eingesetzt werden kann.
  3. Es gibt kein einfaches Mittel, um sich einen umfassenden Überblick über das Geschehen in allen Teilen des Unternehmens zu verschaffen. Einmal ehrlich: Wer von Ihnen schätzt es, in teilweise wochenlanger Arbeit all die Daten, Tabellen und Tabellenkalkulationen zu durchforsten, um Informationen zu erhalten, auszuwerten und dann für Entscheidungen zu nutzen? Entscheidungen, die Ihrem Unternehmen sehr viel Geld erspart hätten, wären die Informationen und Analysen bloß in Echtzeit verfügbar gewesen?

    Manche Leute sind vielleicht tatsächlich versessen auf Tabellenkalkulationen. Doch niemand kann an Interesse daran haben, Tausende Euro zu verlieren. Dies ist ein Bereich, in dem eine zweistufige ERP-Strategie wirklich glänzt.

    Mit einem branchenspezifischen ERP-System, das Arbeitsabläufe auf Produktionsebene automatisiert, werden Teile beschafft, Lagerbestände verwaltet und Produkte effizient produziert und versendet. Gleichzeitig werden gesendetes und empfangenes Geld, die auf Lager befindlichen Teile und andere relevante Informationen gesammelt und in Echtzeit an die zentralen Berichterstattungsmaschinen in der Unternehmenszentrale übermittelt.

    Dort kann das ERP-System alle eingehenden Daten aggregieren und analysieren und die wichtigsten Leistungsindikatoren auf Dashboards ausgeben, die speziell auf jede Führungskraft bzw. jeden einzelnen Mitarbeiter zugeschnitten sind, der sich um die Verfolgung verschiedener Metriken zu kümmern hat. (Nebenbemerkung: Wenn Ihr ERP-Kernsystem diese Ebene der Datenaggregation und -analyse nicht unterstützen kann, informieren Sie sich, wie Miller Industries, der weltgrößte Hersteller von Abschlepp- und Bergungsgeräten, Birst Analytics einsetzt, um auf dieses Level an Informationen zu gelangen.)

Was benötigen Sie für die Umsetzung einer zweistufigen ERP-Strategie?

Damit eine zweistufige ERP-Strategie funktioniert, braucht es zwei wesentliche Dinge: Zunächst müssen die unterschiedlichen Branchenanforderungen der Anlage in das ERP-System integriert werden. Zweitens muss das ERP-System Cloud-basiert sein und sich in andere ERP-Systeme und branchenspezifische Anwendungen integrieren lassen. Dabei sollte auch die nötige Flexibilität gegegen sein, um das System jederzeit und überall schnell und einfach zu implementieren.

Für eine ausführliche Diskussion darüber, worüber Sie bei einer zweistufigen ERP-Strategie nachdenken müssen, empfehlen wir Ihnen das Webinar „Cloud-Betrieb zur Optimierung Ihres ERP-Footprints in einer zweistufigen Strategie“, das kürzlich von Infor und Deloitte veranstaltet wurde.

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