Remote arbeiten: COVID erfordert, dass wir uns verändern

April 2, 2020

Diese Zeiten fordern uns alle. Ich fühle mich ebenfalls herausgefordert. Meine Familie fühlt sich herausgefordert. Unsere ganze Community steht dieser Herausforderung ebenfalls gegenüber, und die Teams, die von mir Führung und Stabilität erwarten, werden ebenso durch die aktuelle Situation herausgefordert. Auch dies wird vorübergehen, aber das Hier und Jetzt ist außergewöhnlich und hat eine interessante Form der Selbstreflektion erzwungen. Insbesondere die Dinge, die ich am meisten schätze, haben in den letzten Tagen eine wesentlich größere Bedeutung erhalten, wie z.B. meine Gesundheit und die Freiheit, persönlich mit Kunden, Mitarbeitern und den Zielen meines Unternehmens in Kontakt zu sein. Dies sind herausfordernde Zeiten.

Wir unterstützen Unternehmen dabei, die Art und Weise, wie mit Software gearbeitet wird, neu zu definieren. Wir schaffen eine flüssigere, ansprechendere und dynamischere Form des Mitarbeiterengagements, indem wir neue und sich weiterentwickelnde Technologien fördern. Wir schätzen unsere Kunden und setzen uns dafür ein, die besten Mitarbeiter der Branche einzustellen und zu halten, um jeden von ihnen bedienen und unterstützen zu können. Es ist ein unglaublich lohnendes Unterfangen, bei dem der ständige Wandel, selbst die unbekannten Faktoren von morgen, eine umgekehrte Trägheit erzeugen. Ich wache jeden Tag mit Freude und Spannung auf, wegen der Lösungen, die wir Kunden in Zeiten des Wandels bieten können.

Das Morgen ist mit vielen unbekannten Faktoren belastet, aber ich bin optimistisch, dass wir das Thema Arbeit tatsächlich noch einmal neu definieren und den Mitarbeiter effektiver und dauerhafter mit einbeziehen können. Die Quarantänesituation im Home Office war für einige eine neue und erzwungene Realität. Unternehmen tendieren jedoch schon seit geraumer Zeit von Ziegel und Mörtel weg. Ich glaube, wir sind bereit dazu. Dies ist die Gelegenheit, eine bessere Work-Life-Balance zu erreichen und die Produktivität für jede geleistete Arbeitsstunde zu maximieren. Das heißt aber auch, dass es nicht ganz einfach werden oder ohne jegliche Vorbereitung klappen wird.

Schauen wir uns einige Bereiche an, in denen Führungskräfte in dieser Phase des Wandels das Miteinander fördern können.

Bestärkung
Remote- und Home Office Arbeit haben sowohl für den Mitarbeiter als auch für die allgemeine Unternehmensproduktivität gleich mehrere Vorteile. Eine erhöhte Zufriedenheit im Job, weniger Urlaubstage und geringere Kosten sind nur einige Beispiele. Um dieses Resultat zu erzielen, müssen ein Top-Down-Sponsoring zugunsten der Remote-Arbeit und die erforderliche Infrastruktur vorhanden sein. In der heutigen Zeit wird genau dies immer wichtiger, da sich die Mehrheit der Mitarbeiter vom Großraumbüro ins Esszimmer verlagert. Bestärken Sie Ihre Teams und beseitigen Sie das Stigma der Abgeschiedenheit.

Kommunikation
Bitte lesen Sie nichts ab. Seien Sie authentisch. Kommen Sie von einem Ort der Realität auf die Ziele des Teams oder Unternehmens. Ob in Krisenzeiten oder in einem stabilen Zustand, Führungskräfte sollten offen über das Gute, das Schlechte und auch das Hässliche sprechen. Dieser Dialog sollte zu gleichen Teilen prozess- und ergebnisorientiert sein. Ohne iterative Messung kleiner Erfolge oder Rückschläge kann es keine Offenheit im Hinblick auf große Zukunftschancen geben. Sprechen Sie mit Ihren Mitarbeitern und sprechen Sie vor allem oft mit Ihnen, sowohl in Führungspositionen als auch als Peer. Remote aufgestellt zu sein, erfordert einen ständigen, echten Dialog.

Transparenz
Für viele Mitarbeiter, oftmals starke Leistungsträger, die von ihrer Arbeitsstätte völlig unabhängig sind, kann es eine Herausforderung sein, die Nuancen ihrer Arbeit auf transparente Weise zu erklären. In einer Remote-Arbeitsumgebung ist dies jedoch sehr wichtig. Wir sind oft unsicher in Bezug auf Dinge, die wir nicht sehen oder berühren können - es ist schwer diesen zu trauen. Führungskräfte sollten effektives Verhalten modellieren und jedem Mitarbeiter angemessene und häufige Möglichkeiten bieten, um die Details seiner Arbeit, die bevorstehenden Herausforderungen und wo zusätzliche Unterstützung oder Ressourcen erforderlich sein könnten, mitzuteilen.

Disziplin
Wir sollten anerkennen, dass Ablenkungen in einer Remote-Arbeitsumgebung ganz normal sind. Es bedarf einer anderen Art von Disziplin, der Verpflichtung einen täglichen Rhythmus einzuhalten, die bei stationären Büroarbeiten nicht immer erforderlich ist. In dem Wissen, dass Flexibilität nahezu unbegrenzt ist, ist es wichtig, dass die Führungskräfte klare Erwartungen an die Erledigung der Arbeit und feste Termine festlegen, um die Fortschritte bei der Erreichung der festgelegten Ziele auf formelle und informelle Weise auszutauschen. Engagement bedeutet ein unerschütterliches Festhalten an diesem Rhythmus.

Austausch
Ich möchte, dass meine Mitarbeiter wissen, was ich weiß, genau dann, wenn ich es weiß. Obwohl dies zunächst nicht plausibel klingt, bietet Remote-Arbeit tatsächlich eine größere Möglichkeit, von einander zu lernen und anschließend mehr aus den Erfahrungen von anderen zu ziehen. Wir sind kommunikativ und tauschen uns aus. Morgens pendeln, schnell zu Mittag essen und abends nach Hause eilen, um es am nächsten Tag gleich wieder genau so zu tun, kann ein absolutes Chaos sein. Eine wachsende Unternehmenskultur zu schaffen, in der die gesamte (entfernte) Organisation eine gemeinsame Basis von Erfahrungen hat, kann am Ende des Tages mehr Zeit schaffen, um sich miteinander auszutauschen.

Zusammenarbeit
Lieber zusammen verlieren als alleine gewinnen. In einer Remote-Arbeitsumgebung sind Fachwissen und Kompetenzen häufig an den unerwartetsten Orten zu finden. Dies gilt insbesondere für große Unternehmen. Führungskräfte aller Art sollten sich darum bemühen, Talente zu suchen, wo immer diese Talente schlummern könnten. Laden Sie alle ein, schließen Sie niemanden aus und extrahieren Sie gezielt Erkenntnisse und Kommentare aus funktionsübergreifenden Quellen. Wenn Führungskräfte dies häufig genug tun, dann wird diese Art der Zusammenarbeit zum Standard und der Informationsaustausch wird frei fließend, ungezwungen und viel wertvoller.

Unabhängig von einer Reihenfolge sind dies einige der Prinzipien, nach denen ich in den letzten zehn Jahren oder länger leistungsstarke Remote-Teams aufgestellt habe. In diesen herausfordernden Zeiten engagiere ich mich persönlich für jeden von ihnen und habe mich empathisch und kontextbezogen an die Umstände jedes einzelnen Mitarbeiters angepasst. Wir sind alle irgendwie betroffen, aber verstehen Sie dies nicht falsch, unser Engagement für unsere Kunden ist unerschütterlich. Führungskräfte werden führen, Mitarbeiter werden arbeiten, und obwohl wir nun im Home Office zu finden sind, so sind wir mehr denn je bestrebt, uns gemeinsam mit Ihnen an diese neuen Herausforderungen anzupassen.

Dies sind herausfordernde Zeiten, aber auch sie werden vergehen und die Gemeinschaften werden dadurch stärker.

Autor: Scott Morgan, Senior Vice President und General Manager, Infor

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