Stürmische Zeiten, erfolgreiche Zeiten: Vier Management-Tipps für mehr Wettbewerbsfähigkeit in volatilem Geschäftsklima

September 29, 2014

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Wenn sich im Leben etwas vorhersagen lässt, dann die Tatsache, dass sich im Leben nichts gut vorhersagen lässt. Das bestätigen mir Gespräche mit Kunden quer durch alle Branchen: Automobilzulieferer, deren Supply Chain unerwartete an den Folgen des fernen Fukushima litt, Produktionsunternehmen mit Niederlassungen in Südeuropa, die in den Abwärtsstrudel der Eurokrise gerissen wurden, alteingesessene Firmen, die neue Technologien nicht gleich angenommen haben und deshalb jetzt im Markt hinterherhinken. Folglich klopft die Geschäftsleitung regelmäßig beim CFO an, um sich gemeinsam mit der Frage zu beschäftigen, wie man mit der Volatilität umgehen und die Unternehmensperformance trotz unvorhersehbarer Ereignisse verbessern kann.


Ein Ausweg, der nicht oft gewählt wird, aber viel sprechend sein könnte: Mut aufbringen und Geld ausgeben. Eine Studie von Deloitte aus dem Oktober 2012 belegt, dass die Risikobereitschaft in volatilen Zeiten sinkt: Unternehmen drücken sich um große Investitionen und sitzen stattdessen auf großen Bargeldreserven. Und das, obwohl bekannt ist, dass beispielsweise bis 2025 rund 70 Prozent des weltweiten Wirtschaftswachstums aus den Schwellenländern kommen wird. Warum treten die großen Konzerne der westlichen Industriestaaten dort nicht mutiger auf? Aktuell erwirtschaften sie nur durchschnittlich 17 Prozent ihrer Umsätze in diesen Märkten. Ein grundlegendes Problem ist sicher, dass Management-Prozesse nicht darauf ausgelegt sind, aus volatilen Verhältnissen Vorteile zu ziehen und sich rasch auf Neues einzustellen.


Wenn Sie das Thema interessiert, dann werfen Sie doch einmal einen Blick auf das Whitepaper ‚Managing Your Business in a Volatile Climate – A CFO’s guide to turning market uncertainty into competitve advantage’. Das Papier von Finanzexperte Gary Simon (FSN Publishing) in Zusammenarbeit mit Infor können Sie hier herunterladen. Für Leser mit wenig Zeit habe ich daraus vier Tipps zusammengestellt, wie Unternehmen trotz oder gerade wegen neuen Marktbedingungen rasche Kurswechsel vornehmen und schneller wachsen können.



1) Besser messen!


Zu viele KPIs verstellen den Blick auf das Wesentliche, zudem verlassen sich viele Unternehmen ausschließlich auf althergebrachte Finanzindikatoren. Überdenken Sie Ihre Kennzahlen und prüfen Sie, ob Veränderungen im Markt nicht auch neue KPIs erfordern.


2) Prognosefrequenz und -genauigkeit hochsetzen!


Dass man lieber mehr als einmal Szenarien durchspielt, um sich für Marktverschiebungen zu rüsten, liegt auf der Hand. KMPG hat allerdings herausgefunden, dass nur gut ein Fünftel der Unternehmen eine nur fünfprozentige Abweichung von den tatsächlich eintretenden Zielen erreicht. Durchschnittlich liegen Prognosen um etwa 13 Prozent daneben. Vergleichen Sie bewusst, wie genau Ihre Forecasts treffen und passen Sie Frequenz und Genauigkeit gegebenenfalls an.


3) Risikomanagement in die Hand nehmen!


Risikomanagement klingt nach Schaden – eine falsche Assoziation. Richtig in die Hand genommen, geht es darum, kalkulierte Risiken einzugehen, um so neue Märkte zu erschließen. Stellen Sie sich hier besser auf!


4) Neue Technologien nutzen!


McKinsey belegt in seiner Studie ‚Minding your digital business’, dass CFOs insbesondere Mobile und Cloud-Computing-Plattformen großen Business-Nutzen zuschreiben, gefolgt von Big Data. Und obwohl Social Business-Applikationen nicht ganz so prominent platziert ist, wissen sie auch deren Vorteile für Kollaboration und Wissensmanagement zu würdigen. Kein Wunder: Unter dem Strich, so prognostiziert McKinsey, könnten die neuen Technologien operative Gewinne in den kommenden drei Jahren um 10 Prozent steigern. Checken Sie Ihre Infrastruktur: Wo können Sie mit neuen Technologien flexibler werden?


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