Transparenz in den Lieferketten: Rückverfolgbarkeit in der Lieferkette ist der erste Schritt in Richtung Industrie 4.0

Oktober 19, 2020


Dem Wunsch der modernen Verbraucher nach Transparenz und nachhaltigen Praktiken gerecht zu werden, die Lebensmittelsicherheit zu gewährleisten und die sich häufig ändernden Vorschriften zu befolgen, sind große Herausforderungen für nahezu alle Lebensmittel- und Getränkehersteller jeder Größe. Der Aufbau einer effizienten und durchgehend transparenten Lieferkette in der Lebensmittelindustrie ist eine Mammutaufgabe, die umfassende Zusammenarbeit und Koordination zwischen den Beteiligten erfordert. Das geht nicht von heute auf morgen. Stattdessen sollten sich Unternehmen im ersten Schritt darauf konzentrieren, Rückverfolgbarkeit in ihre internen Abläufe zu integrieren und erst nach und nach vor- und nachgelagert in die Lieferkette vordringen.

Transparenz und Rückverfolgbarkeit in der Lieferkette sollte Teil der übergeordneten Initiative für Lebensmittelsicherheit sein – und nicht als Einzelziel verfolgt werden. Dieses Engagement erhöht die Chancen, dass ein Unternehmen nicht nur Fortschritte bei der Rückverfolgbarkeit macht, sondern belegt auch, dass das Unternehmen die Rückverfolgbarkeit von Chargen und Serien als integralen Bestandteil der Lebensmittelsicherheit betrachtet. Jeder, von der Chefetage bis zum Fließband, muss geschult und einbezogen werden.

Rückverfolgbarkeit in der Lieferkette ist der erste Schritt in Richtung Industrie 4.0. Fangen Sie am besten hier an:

  1. Ein modernes, robustes ERP-System – Finden Sie zunächst heraus, ob und welche Rückverfolgbarkeitsfunktionalität in Ihrem ERP-System bereits vorhanden ist. In einem modernen, robusten ERP-System dürfte diese Funktionalität bereits integriert sein. Benutzerfreundlichkeit ist ebenfalls kritisch, weil die Mitarbeiter, die das System am meisten brauchen – die internen Qualitätssicherungsmanager – es sonst nur selten nutzen würden. Außerdem müssen sie die Möglichkeit haben, die Datenbank schnell zu durchsuchen. Eine benutzerfreundliche Oberfläche mit einer grafischen Darstellung von Trace-Linien macht es für sie einfacher, Ursachen von Problemen zu finden.
  2. Festlegen, welche Daten verfolgt werden sollen – Die Rückverfolgung ist ein umfassendes System, das die Datenerfassung mit eindeutigen Kennungen für das Tracking verbindet. Alle diese Daten können geteilt und analysiert werden. Legen Sie fest, wie granular die Daten sein müssen. Die Daten können auf sehr breiter Ebene verfolgt werden, z.°B. Erfassung einer bestimmten LKW-Ladung als einzelne Charge, oder tiefergehend, wie beispielsweise die Erfassung von Tag und Uhrzeit der Ankunft von Paletten mit frischen Zutaten. Produziert ein Hersteller Produkte, die als Bio-Produkte oder nicht genmanipuliert oder aus Freilandhaltung gekennzeichnet sind, kann das Unternehmen auch festlegen, dass die Inhaltsstoffe auf Erzeugerebene verfolgt werden.
  3. Agilität bei Rückrufen – Da sich die Bestimmungen für Lebensmittelsicherheit häufig ändern, ist es wichtig, agil zu sein, um die Prozesse schnell anzupassen. Zunehmend enthalten die Vorschriften zur Lebensmittelsicherheit auch Zeitvorgaben für Rückrufmaßnahmen. Unternehmen müssen nachweisen, dass sie in der Lage sind, innerhalb einer bestimmten Frist alle potenziell kontaminierten Lebensmittel aufzuspüren und aus der Lieferkette zu entfernen. Dazu gehört auch die Fähigkeit festzustellen, wo die Rohware und die Verpackung herkommt, wie sie verarbeitet wurde, wie die Rohware eingesetzt wurde und wohin die fertigen Produkte geliefert wurden.
  4. Immer ein Schritt voraus – Auch wenn Rückverfolgungssysteme und -prozesse eingerichtet wurden, sollten die Unternehmen nicht die Hände in den Schoß legen. Stattdessen sollten sie Rückrufaktionen „proben“, und jeder Mitarbeiter muss wissen, was er im Ernstfall tun muss. Auf diese Weise ist ein Unternehmen viel besser vorbereitet, wenn tatsächlich ein Vorfall im Zusammenhang mit Lebensmittelsicherheit eintritt, und kann die Auswirkungen des Rückrufs schnell begrenzen.

Eine nachhaltige Bereitstellung von Lebensmitteln hängt von einer soliden Versorgungskette ab. Rückverfolgbarkeit sollte in die Lieferkette integriert werden, da Lebensmittelsicherheit und Qualität einfacher überwacht werden können, wenn jeder Partner in der Lieferkette die direkte Quelle und den direkten Empfänger rückverfolgbarer Produkte identifizieren kann.


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