Warum branchenspezifisches ERP zum Wettbewerbsvorteil für CEOs in der Elektro- und Elektronikindustrie wird

Infor_3D Platform Image_Library_Dark_06.jpg

Mit branchenspezifischem ERP in der Elektro- und Elektronikindustrie (E&E) gewinnen

Wer ein Elektronikunternehmen führt, weiß: Diese Branche funktioniert nicht wie ein generisches Industrieunternehmen. Leiterplattenfertigung, Contract Manufacturing, Komponentenknappheit, regulatorische Anforderungen und enge Margen verlangen nach einer Plattform, die diese Realität versteht.

Viele ERP-Systeme wurden jedoch als horizontale Unternehmenssoftware eingeführt und später mit Templates, Add-ons und Projektspezifika angepasst. Das Ergebnis sind lange Implementierungen, hohe Integrationsaufwände, fragile Erweiterungen und Systeme, die operative Kontrolle versprechen, aber im entscheidenden Moment selbst zum Hindernis werden.

Die CEO-Realität: Komplexität nimmt weiter zu

E&E-Unternehmen arbeiten gleichzeitig mit Engineer-to-Order, Configure-to-Order, Make-to-Order, Make-to-Stock, Assemble-to-Order und repetitiven Fertigungsmodellen. Engineering Changes wirken sich auf BOMs, Compliance, Kosten und Ausführung aus. Globale Lieferketten bringen Single-Source-Risiken und geopolitische Abhängigkeiten mit sich.

Hinzu kommen RoHS-, REACH- und WEEE-Anforderungen sowie der Druck auf Margen. Gerade EMS-Anbieter arbeiten häufig mit sehr engen Margen. Kostenlecks sind daher kein Rundungsproblem, sondern ein strategisches Risiko.

Die Schwächen traditioneller ERP-Systeme

Wenn diese Anforderungen auf fragmentierte Legacy-Systeme treffen, leidet die Performance. OTIF verschlechtert sich, wenn Planung und Ausführung getrennt sind. Inventory Turns sinken, wenn Bedarfssignale zu spät in der Beschaffung ankommen. Projekt- und Vertragsmargen bleiben unklar, wenn Kosten nicht mit realen Fertigungsergebnissen verbunden sind.

Viele E&E-Hersteller betreiben ERP-Plattformen, die für diese Branchenrealität nie entwickelt wurden. Jede Anpassung erhöht Implementierungsrisiko, erschwert Upgrades und schafft Abhängigkeiten, die sich in Board-relevanten Kennzahlen niederschlagen.

Branchenspezifisches ERP: ein anderer Ansatz

Infor CloudSuite Industrial Enterprise ist für industrielle Fertiger wie E&E-OEMs und EMS-Anbieter konzipiert. Statt eine generische Plattform aufwendig anzupassen, sind Prozesse, Terminologie und Entscheidungslogik der Branche bereits eingebettet: von Angebot und Vertragsmanagement über Shopfloor-Ausführung, Qualität und Service.

Die Effekte sind konkret: schnellere Time-to-Value durch vordefinierte Prozesskataloge, native Unterstützung multi-modaler Fertigung, Closed-Loop ECM mit as-designed, as-built und as-maintained BOMs, resiliente Supply-Orchestrierung über Planning One und Planner Plus sowie Echtzeit-Transparenz durch integriertes MES.

Mit Infor Velocity Suite in Richtung autonome Operations

Diagram of how continuous innovation looks like, starting with discover (learn your business), build (co-design & deploy), measure (validate outcomes) and expand (compund value)

Mit ERP als Basis bringt Infor Velocity Suite KI, Automatisierung und Process Intelligence in die täglichen Workflows. Der Ansatz startet mit Process Mining, um Reibungsverluste sichtbar zu machen, bevor automatisiert wird. So werden Engineering-Change-Warteschlangen, Beschaffungsengpässe, Rechnungsabweichungen und Bestandsprobleme faktenbasiert priorisiert.

Danach übersetzen Value+ Automations und Industry AI Agents diese Erkenntnisse in Aktion. Für CEOs sind besonders Project Agents, Engineering Agents, Inventory Agents, Buyer Agents und Quality Control Agents relevant, da sie operative Risiken früher sichtbar machen und Entscheidungen über Programme, Lieferfähigkeit und Margen unterstützen.

Praxisbeispiele zeigen den Plattformvorteil

ATL logo ATL Technology nutzte Infor Process Mining, um über globale Standorte hinweg Transparenz in Bestandsgenauigkeit, Procure-to-Pay-Abweichungen und Reporting-Verzögerungen zu schaffen. Probleme, die zuvor wochenlange manuelle Analyse erforderten, wurden deutlich schneller identifiziert und priorisiert.

Benchmark logo Benchmark Electronics automatisierte mit Infor Velocity Suite die Verarbeitung hoher Kundenauftragsvolumina. PDF-basierte manuelle Auftragserfassung wurde durch KI-gestützte Validierung und ERP-Erstellung ersetzt. Gleichzeitig unterstützt Infor CloudSuite Industrial Enterprise ein engeres Bestandsmanagement, bessere Verwaltung von Alternativen und Subcontracting-Prozessen.

Worauf erfolgreiche CEOs der Elektro- und Elektronikindustrie setzen

CEOs, die diesen Weg gehen, berichten von besserer OTIF-Performance, weniger Ausschuss und Nacharbeit, schnellerer Reaktion auf Tarif- und Lieferkettenveränderungen, mehr Transparenz über Vertrags- und Projektprofitabilität sowie kürzerer Time-to-Value aus ERP-Investitionen.

Der entscheidende Unterschied liegt darin, dass operative Erkenntnisse nicht erst nach Wochen entstehen. Entscheidungen basieren auf Fakten und können früher getroffen werden. 

Von Komplexität zu Wettbewerbsvorteil

E&E-Fertigung wird nicht einfacher. Aber mit der richtigen Plattform lässt sich Komplexität kontrollieren und in einen Wettbewerbsvorteil verwandeln.

Infor CloudSuite Industrial Enterprise gibt CEOs die Transparenz, Kontrolle und Sicherheit, strategisches Wachstum ohne unnötige Risiken voranzutreiben. Infor Velocity Suite verstärkt diesen Vorteil, weil KI, Automatisierung und Process Intelligence Teil der operativen Arbeitsweise werden.

Hendrik Hackmann Sitecore 500x600px png

Hendrik Hackmann

Senior Director New Business Central Europe | Infor

Hendrik Hackmann verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Softwareindustrie. Nach der Gründung eines eigenen Softwareunternehmens im Jahr 2004 übernahm er verschiedene Führungspositionen in internationalen Softwareunternehmen. Als Senior Director Central Europe bei Infor beschäftigt er sich heute insbesondere mit den Herausforderungen und Chancen der digitalen Transformation in der Fertigungsindustrie.