Wie CFOs in der Elektro- und Elektronikindustrie Margen schützen, schneller abschließen und KI im Finanzbereich nutzbar machen

Infor_3D Platform Image_Library_Dark_06.jpg

Disruption und Volatilität haben die Finanzagenda von Elektro- und Elektronikherstellern (E&E) grundlegend verändert. Langlaufende Engineer-to-Order-Projekte belasten Liquidität. Multi-Entity-Strukturen erschweren Konsolidierung und Reporting. ESG-, Steuer- und gesetzliche Anforderungen erhöhen den Anspruch an prüfbare Finanzdaten.

Gleichzeitig können Lieferkettenstörungen, Wechselkursschwankungen und Nachfrageveränderungen Margen in Tagen statt in Quartalen erodieren. Für CFOs ist der Auftrag klar: Profitabilität und Cash schützen und gleichzeitig Transformation ermöglichen, die messbare und belastbare Rendite liefert.

Die Lücke zwischen finanzieller Absicht und finanzieller Realität

Finance-Teams in E&E arbeiten an der Schnittstelle von Komplexität und Verantwortung. Dünne EMS-Margen machen einzelne Vertragsüberschreitungen oder späte Engineering-Change-Abschreibungen relevant für die Gewinn- und Verlustrechnung. Working Capital ist durch hochwertige Komponentenbestände und lange Lieferzeiten gebunden.

Intercompany-Flows über Standorte und Länder hinweg lassen sich manuell kaum effizient und prüfungssicher abgleichen. Revenue Recognition nach ASC 606 und IFRS 15 erfordert kontinuierliche Vertrags- und Leistungsdaten. Tarif- und FX-Risiken verändern Kostenstrukturen schnell, während RoHS, REACH, WEEE und lokale Statutory Requirements zusätzliche Nachweise verlangen.

Warum traditionelle ERP-Systeme scheitern

Viele E&E-Hersteller nutzen ERP-Systeme, die nicht für diese finanzielle Komplexität gebaut wurden. Multi-Company- und Multi-Currency-Accounting, Projektkostenverfolgung, automatische Intercompany-Abstimmung und Vertragsmargen erfordern dann individuelle Anpassungen.

Jede Anpassung erhöht Fragilität, verlangsamt Upgrades und schafft Audit-Risiken. Margenverluste werden zu spät sichtbar, Working Capital bleibt in Beständen und Prozessen gebunden, Forecast-Genauigkeit sinkt und Closing-Zyklen verlängern sich durch manuellen Abstimmungsaufwand.

Eine finance-first Grundlage für E&E

Infor CloudSuite Industrial Enterprise verfolgt einen anderen Ansatz. Die Plattform ist für industrielle Fertiger konzipiert und verbindet finanzielle Kontrolle mit branchenspezifischen Prozessen. Damit sinkt der Bedarf an Sonderanpassungen, die generische ERP-Umgebungen anfällig machen.

Zu den relevanten Fähigkeiten gehören Multi-Company- und Multi-Currency-Accounting, automatisierte Intercompany-Abstimmung, Projekt- und Vertragskostentransparenz, sofortige Auswirkungen von Engineering Changes auf Kosten und Obsoleszenz, Revenue Recognition für Meilenstein- und Percentage-of-Completion-Verträge sowie eingebettete Compliance- und Reporting-Funktionen. 

Wie Infor Velocity Suite Finanztransparenz in Wettbewerbsvorteil übersetzt

Diagram of how continuous innovation looks like, starting with discover (learn your business), build (co-design & deploy), measure (validate outcomes) and expand (compund value)

Mit einem branchenspezifischen ERP als Grundlage bringt Infor Velocity Suite KI, Automatisierung und Process Intelligence in die Finanzworkflows. Infor Process Mining zeigt, wo Intercompany-Abstimmungen dauern, wo Rechnungsabweichungen entstehen und wo Beschaffungsprobleme Cashflow blockieren.

Dadurch wird aus Bauchgefühl Evidenz. Finance kann Automatisierungsinitiativen nach Wirkung priorisieren und Reibungsverluste nicht nur erkennen, sondern gezielt adressieren.

Industry AI Agents für CFOs

Für E&E-CFOs sind insbesondere Project Accounting Agent, Project Cost Agent, Project Margin Agent, Accounts Payable Agent, General Ledger Agent, Accounts Receivable Agent, Buyer Agent, Purchasing Agent und Business Partner Agent relevant. Sie überwachen Kosten, Margen, Zahlungen, Abstimmungen, Beschaffungsrisiken und Compliance-Hinweise direkt in den Workflows.

Der Nutzen liegt in früherer Sichtbarkeit: Kostenabweichungen werden erkannt, bevor sie zu P&L-Problemen werden. Zahlungs- und Rechnungsprozesse werden transparenter. Procurement-Risiken werden früher sichtbar und können in Cash- und Working-Capital-Planung einfließen.

ATL logo

Praxisbeispiele: ATL Technology und Benchmark Electronics

ATL Technology konnte mit Infor Process Mining Prozessprobleme deutlich schneller identifizieren, Reporting-Aufwand reduzieren und Self-Service-Einblicke in Procure-to-Pay-Prozesse bereitstellen. Für Finance bedeutete das: weniger manuelles Nachforschen und mehr Zeit für Analyse und Steuerung.

Benchmark logo Benchmark Electronics zeigt, wie Automatisierung in großem Maßstab wirkt. Die manuelle PDF-basierte Verarbeitung hoher Kundenauftragsvolumina wurde durch KI-gestützte Validierung und Auftragserstellung ersetzt. Zusätzlich unterstützt Infor CloudSuite Industrial Enterprise ein engeres Bestandsmanagement, das Working Capital für Benchmark und seine Kunden verbessert.

Was E&E-CFOs erreichen können

Finance-Verantwortliche, die auf eine integrierte Plattform wechseln, erreichen schnellere Closing-Zyklen, frühere Sicht auf Projektprofitabilität, bessere Forecast-Genauigkeit, geringere Audit-Risiken, niedrigere Total Cost of Ownership und bessere Working-Capital-Steuerung.

Das Entscheidende ist nicht nur eine modernere Finanzplattform. Es ist die Verbindung von Finance, Operations und Supply Chain in einer Daten- und Prozessbasis, die finanzielle Steuerung näher an die operative Realität bringt.

Von Komplexität zu finanzieller Kontrolle

Finanzielle Komplexität in der E&E-Industrie wird nicht verschwinden. Tarifrisiken, Vertragsmodelle, Intercompany-Flows und Compliance-Anforderungen werden weiter zunehmen.

Infor CloudSuite Industrial Enterprise gibt CFOs die Transparenz und Kontrolle, Margen zu schützen, Abschlüsse zu beschleunigen und ROI aus Technologieinvestitionen belastbar zu machen. Infor Velocity Suite verstärkt diesen Effekt, indem KI, Prozessautomatisierung und Finanzintelligenz in die tägliche Arbeit eingebettet werden. 

Hendrik Hackmann Sitecore 500x600px png

Hendrik Hackmann

Senior Director New Business Central Europe | Infor

Hendrik Hackmann verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Softwareindustrie. Nach der Gründung eines eigenen Softwareunternehmens im Jahr 2004 übernahm er verschiedene Führungspositionen in internationalen Softwareunternehmen. Als Senior Director Central Europe bei Infor beschäftigt er sich heute insbesondere mit den Herausforderungen und Chancen der digitalen Transformation in der Fertigungsindustrie.