Sicher, integriert und skalierbar modernisieren
Eine resiliente und skalierbare Technologiegrundlage für Elektronikfertiger aufzubauen, ist wichtiger und komplexer denn je. IT- und Technologieführungskräfte in der Elektro- und Elektronikindustrie (E&E) bewegen sich zwischen operativer Kontinuität und schneller Veränderung.
Sie betreuen hybride Landschaften über mehrere Standorte und Länder hinweg, integrieren ERP mit MES, PLM und Supply-Chain-Planung, sichern Datenqualität und Cybersecurity und sollen gleichzeitig Innovation und Reaktionsfähigkeit erhöhen. Modernisierung ist kein Selbstzweck. Sie muss Risiken senken, Resilienz erhöhen und messbaren Geschäftswert liefern, ohne den Betrieb zu stören.
Warum die E&E-Technologielandschaft einen Wendepunkt erreicht hat
Die Ausgangslage ist vielen CIOs vertraut: jahrzehntelang angepasste ERP-Landschaften, fragile Punktintegrationen, fragmentierte Datenumgebungen und lokale Werkssysteme, die Standardisierung erschweren. Daraus entsteht technische Schuld, die Upgrade-Zyklen blockiert und Kosten erhöht.
Dazu kommen IT/OT-Konvergenz, SCADA- und Shopfloor-Integration, Partner-Wildwuchs, steigende Sicherheits- und Compliance-Anforderungen sowie der Anspruch, KI-fähige Daten bereitzustellen. KI braucht saubere, vereinheitlichte und gesteuerte Daten. Silo-Landschaften liefern diese Voraussetzung in der Regel nicht ohne umfassende Remediation.
Die Architekturentscheidung, die alles Weitere prägt
Eine zentrale Entscheidung ist der Unterschied zwischen echter Multi-Tenant-SaaS und cloud-gehostetem Single-Tenant-ERP. Single-Tenant-Modelle erfordern weiterhin Kundenbeteiligung bei Upgrades, Wartungsfenster und den Umgang mit Customization Debt. Multi-Tenant-SaaS ermöglicht nicht disruptive Updates, konsistente Sicherheitspatches und eine planbare Roadmap.
Für CIOs mit globalen Werken in mehreren Zeitzonen verändert das die Rolle der IT. Teams managen Adoption und neue Fähigkeiten, nicht Upgrade-Projekte. Diese Verschiebung wirkt sich über Jahre kumulativ auf Kapazität, Risiko und Innovationsfähigkeit aus.
Infor CloudSuite Industrial Enterprise als Architekturgrundlage
Infor CloudSuite Industrial Enterprise ist für industrielle Fertigung entwickelt und bringt E&E-Prozesse, Datenmodelle und Kontrollen nativ in die Plattform. Bereitgestellt als sichere Multi-Tenant-Cloud auf AWS, unterstützt die Lösung Multi-Site- und Multi-Company-Strukturen und reduziert Update- und Patchaufwand.
Dazu gehören kontinuierliche Updates, dokumentierteSLAs, getestete RTO/RPO-Konzepte, ISO-27001- und SOC-2-Konformität, Zero-Trust-Governance, OIDC/SAML SSO, MFA, rollenbasierte Zugriffskontrolle und durchgängige Audit Trails.
Eine Plattform für E&E mit offener Integration ohne Fragilität
Tausende vordefinierte APIs und eine iPaaS-Schicht ermöglichen gesteuerte Verbindungen zu MES, PLM, Qualitätssystemen und Drittanwendungen ohne schwergewichtigen Custom Code. Infor ION Gateway dient als zentrale Steuerung für API-Management, Authentifizierung, Autorisierung und Monitoring.
Native Integration mit MES, Enterprise Content Management und Infor Planning One reduziert die Abhängigkeit von Dritt-Middleware. Ein Common Data Fabric vereinheitlicht Infor- und Nicht-Infor-Datenquellen in einer gesteuerten, KI-fähigen Datenebene. Prozessmodellierer und Industry Process Catalogs senken Konfigurationsaufwand und Implementierungsrisiko.
KI mit Governance statt nur Ambition einsetzen
Boards wollen KI-gestützte Operations. Doch produktive KI braucht mehr als ein Pilotprojekt. Sie braucht kontextualisierte Daten, nachvollziehbare Entscheidungspfade und eine Architektur, die Erkenntnisse mit Ausführung verbindet.
Infor Velocity Suite beschleunigt diese Grundlage mit KI, Automatisierung und Process Intelligence. Process Mining macht sichtbar, wo Prozesse tatsächlich Reibung erzeugen. Value+ Automations und Industry AI Agents übertragen diese Erkenntnisse anschließend in gesteuerte Ausführung.
Relevante Agents für E&E-CIOs
Engineering Agent und Design Engineering Agent unterstützen bei Design-Change-Impact, BOM-Revisionen und Item-Strukturen über PLM- und ERP-Workflows hinweg. Project Agents liefern Projektdaten, Risikohinweise und Verzögerungssignale. Inventory Agent überwacht Bestände, Bewegungen und Abweichungen über Lagerorte hinweg.
Buyer und Purchasing Agents verwalten PO-Updates und Lieferantenausnahmen. General Ledger, Accounts Payable und Accounts Receivable Agents reduzieren Routinetätigkeiten und Abstimmungsaufwand in Finance. Infor Agentic Orchestrator koordiniert diese Agents über Systeme, Daten und Large Language Models hinweg und sorgt für Governance, Sichtbarkeit und Sicherheitskontrolle.
Praxisbeispiele: ATL Technology und Benchmark Electronics
ATL Technology nutzte Infor Process Mining, um Bestandsgenauigkeit, Procure-to-Pay-Abweichungen und Reporting-Zyklen über mehrere Standorte hinweg transparenter zu machen. So konnten Ursachen schneller erkannt, Effekte quantifiziert und Verbesserungen gezielter priorisiert werden.
Benchmark Electronics automatisierte mit Infor Velocity Suite die Verarbeitung hoher Kundenauftragsvolumina, inklusive Dokumenteingang, Datenvalidierung, ERP-Erstellung und Ausnahme-Routing. Aus IT-Sicht ist das ein wichtiges Proof Point für produktive, zuverlässige, multi-systemfähige Automatisierung in einer komplexen EMS-Umgebung.
Schneller Wert, geringeres Implementierungsrisiko
Implementierungsrisiko ist für E&E-CIOs ein zentrales Thema. Infor adressiert dies mit Industry Process Catalogs, Migration Accelerators, Adoption Dashboards und benannter Implementierungsunterstützung. Customization wird zur Ausnahme, nicht zur Regel.
Als Multi-Tenant-SaaS reduziert Infor CloudSuite Industrial Enterprise zukünftige Upgrade-Projekte, Wartungsfenster und Regressionstest-Zyklen, die in Legacy-Umgebungen IT-Kapazität binden.
Was E&E-IT-Leiter erreichen können
CIOs berichten von reduziertem Upgrade-Aufwand, geringeren Integrationskosten, besserer Sicherheitslage, KI-Einführung ohne langwierige Datenqualitätsprojekte, kürzerer Time-to-Value für neue Standorte und mehr IT-Kapazität für Innovation statt operatives Firefighting.
Der Wandel führt von technischer Schuld zu strategischer Agilität. Die Risiken groß angelegter ERP-Transformationen bleiben real, aber die Risiken fragmentierter Legacy-Plattformen wachsen ebenfalls: Sicherheitsrisiken, technische Schulden, fehlende KI-Skalierbarkeit und Wettbewerbsnachteile.
Modernisierung von technischer Altlast zu strategischer Agilität
Infor CloudSuite Industrial Enterprise bietet die Architektur, Governance und branchenspezifischen Funktionen, um Modernisierung ohne die typischen Störungen früherer ERP-Projekte anzugehen.
Infor Velocity Suite sorgt dafür, dass dieser Wert mit der Zeit wächst, weil KI-Agents, Prozessautomatisierung und gesteuerte Intelligenz in die Arbeitsweise des Unternehmens eingebettet werden.
Hendrik Hackmann
Senior Director New Business Central Europe | Infor