Unternehmen dürfte bei der Unterscheidung zwischen agentischer und generativer KI weniger interessieren, was dahinter steckt, sondern, wie beide Varianten dazu beitragen, die Arbeit zu erledigen. Generative KI erzeugt Inhalte und Kontext, wenn sie dazu aufgefordert wird. Agentische KI übernimmt eine umfassendere Rolle und nutzt diese Ergebnisse, um Entscheidungen zu treffen und Aufgaben auszuführen. Wenn Teams mehr über die Unterschiede erfahren, können sie diese komplementären Technologien noch effektiver einsetzen.
Agentische und generative KI teilen sich die Fähigkeit, sich weiterzuentwickeln und aus Daten und Erfahrungen zu lernen. Und obwohl sie häufig zusammen verwendet werden, dienen sie doch unterschiedlichen Zwecken und haben einige wichtige Unterscheidungsmerkmale:
Generative KI nimmt Eingaben (oder Prompts) und erzeugt etwas Neues, wie Texte, Bilder oder sogar einen Codeblock. Generative KI-Modelle werden mit riesigen Datensätzen und Lernmustern trainiert, die es ihnen ermöglichen, auf oft überraschend relevante Weise zu reagieren. Sie eignen sich hervorragend für das Zusammenfassen von Berichten, das Schreiben von Textblöcken oder das Erstellen visueller Layouts.
KI-Agenten nutzen in der Regel generative KI, gehen jedoch einen Schritt weiter. Anstatt auf einen Prompt warten zu müssen, können sie auf der Grundlage festgelegter Ziele selbstständig entscheiden, was als Nächstes zu tun ist. Sie beobachten, was passiert, planen eine Reaktion, ergreifen Maßnahmen und lernen aus dem Ergebnis – alles in einem Kreislauf. Dadurch sind sie nützlich für die Automatisierung von Prozessen, die Koordination von Systemen oder die Lösung von Problemen ohne ständige menschliche Eingriffe.
Agentische KI bezieht sich auf das Framework, das erreicht wird, wenn mehrere KI-Agenten gemeinsam in einem System oder einer Plattform integriert und koordiniert werden, um auf ein festgelegtes Ziel hinzuarbeiten. Agentische KI verbindet Tools, Daten, logisches Denken und Aktion. Und das nicht nur innerhalb einer Aufgabe, sondern über viele Aufgaben hinweg. Mit einem agentischen KI-Framework können Sie Agenten anleiten, generative Tools aufrufen, Workflows auslösen und Dinge auf ein breiteres Ziel ausrichten.
Oder kurz gesagt: Generative KI generiert und agentische KI agiert. Generative KI kann zum Beispiel alle Ihre Notizen aus einer Sitzung zur Planung einer Produkteinführung übernehmen. Sie kann diese zusammenfassen, die Informationen organisieren und mögliche nächste Schritte vorschlagen. Agentische KI kann diese Schritte ergreifen, Verantwortliche zuweisen, Systeme aktualisieren, Fortschritte verfolgen und den Plan anpassen, wenn sich die Bedingungen ändern.
| Generative KI | Agentische KI | |
|---|---|---|
| Primäre Funktion | Generation von Inhalten | Maßnahmen ergreifen, um Ziele zu erreichen |
| Eingabentyp | Promptbasiert | Ziel- oder kontextbasiert |
| Autonomie | Reaktiv | Autonom |
| Ausgabe | Text, Bilder, Code, Audio, Video | Maßnahmen, Entscheidungen, Workflows |
| Planungsfähigkeit | Keine – Einzelschritte | Ja – mehrstufige Planung und Orchestrierung |
| Speicher und Lernen | Begrenzter Speicher, keine laufende Feedbackschleife | Lernt aus Ergebnissen und passt sich mit der Zeit an |
| Verwendung von Tools oder APIs | Kann Code für Tools generieren | Kann Tools, APIs und Systeme direkt auslösen |
| Menschliche Beteiligung | Erfordert einen Benutzer-Prompt für jede Aufgabe | Kann unabhängig arbeiten, mit Aufsicht |
| Häufige Anwendungsfälle | Inhalte schreiben, Bilder gestalten, Fragen beantworten | Prozesse durchführen, Agenten koordinieren, auf Daten reagieren |
| Beziehung zueinander | Kann von agentischer KI verwendet werden | Kann generative KI innerhalb des Systems verwenden |
Nicht für jede Aufgabe sind Entscheidungen erforderlich. Und nicht für jede Aufgabe ist eine Content-Erstellung nötig. Die meisten modernen Unternehmen, die KI-Agenten einsetzen, nutzen auch generative KI. Und auch wenn sie innerhalb desselben Systems betrieben werden, hat jeder sein eigenes Spezialgebiet. Hier sind einige Beispiele, die typische Anwendungen für beide Technologien veranschaulichen:
Wofür generative KI in der Regel verwendet wird:
Wofür agentische KI in der Regel verwendet wird:
KI-Technologien nutzen ein neuronales Netzwerk, das der Funktionsweise des menschlichen Gehirns nachempfunden ist. Ihre Lern- und Anpassungsfähigkeit ist nahezu unbegrenzt. Für Branchen bedeutet dies, dass KI-Agenten und -Modelle schnell branchenspezifische Prozesse, Workflows und Geschäftslogiken erlernen können – und sie sich unbegrenzt weiterentwickeln und spezialisieren können.
A&D-Programme sind stark reguliert. Teams müssen Vertrags-Flow-downs, projektbezogene Kosten sowie außergewöhnlich strenge und komplexe Sicherheits- und Compliance-Pflichten unter einen Hut bringen.
Automobil-Lieferketten sind komplex und mehrstufig. Teams müssen Just-in-time-Sequenzierungsanforderungen erfüllen und sich zugleich an den Aufstieg von E-Fahrzeugen, autonomen Technologien und vernetzten Systemen anpassen.
Geschwindigkeit und Genauigkeit sind im Lebensmittel- und Getränkesektor nicht verhandelbar. Rezeptur- und Kennzeichnungskonformität, durchgängige Rückverfolgbarkeit und Haltbarkeitsvorgaben sind allesamt tägliche, wesentliche Prioritäten.
Vom Entwurf bis ins Regal hängt das Modegeschäft von schnellen Entscheidungen und zügigen Kurswechseln ab – unter Berücksichtigung von Saisonkalendern, globaler Beschaffung, Nachhaltigkeit und Rückverfolgbarkeit.
Der Druck ist hoch angesichts von Herausforderungen im Gesundheitswesen, darunter anhaltender Personalmangel, begrenzte Ressourcen und Budgets sowie Probleme beim Datenaustausch und bei der Koordination medizinischer Versorgung.
Die Margen in der Distribution sind enger denn je. Die Distributoren von heute setzen auf genaue Bestandsdaten und schnelle Reaktion, um Lieferversprechen einzuhalten und effiziente Distributionszentren zu betreiben.
Maschinelles Lernen ist die Kerntechnologie, die agentische und generative KI antreibt. Sie ermöglicht es KI-Systemen, Muster zu erkennen, Vorhersagen zu treffen und ihre Ergebnisse durch Training zu verbessern. Generative Modelle verfügen in der Regel über Deep-Learning-Architekturen. Dadurch können sie Kontexte verstehen, große Datenmengen verarbeiten und eine Reihe von Ergebnissen erzeugen, für die sie trainiert sind (Text, Bilder, Code). Agentische KI integriert dieselben Modelle und verfügt über dieselben Funktionen. Struktuell ist sie zudem in einem sogenannten zielorientierten Regelkreis gegliedert. Dazu gehören Komponenten für Wahrnehmung, Planung, Handeln und Feedback – damit sie kontinuierlich arbeiten und sich an sich ändernde Bedingungen anpassen kann. Es geht nicht nur darum, Daten zu interpretieren, und es gibt keine Grenzen dafür, welche Schritte KI-Agenten zunehmend erlaubt werden. Wie wir alle gesehen haben, entwickelt sich die KI exponentiell, bedingt durch ihre Fähigkeit, selbstständig zu lernen und sich anzupassen. Das bedeutet, dass KI-Agenten schon in wenigen Jahren – oder sogar Monaten – große Fortschritte vollziehen werden.
Ob generativ oder agentisch, alle KI-Systeme verfügen über die Leistungsstärke und das Potenzial, den Alltag zu transformieren und neu zu erfinden. Aber damit einher geht auch die Verpflichtung, bei der Einführung und Verwendung dieser Tools Sorgfalt walten zu lassen. Zum Glück werden die besten KI-gestützten Lösungen heute mit Blick auf Sicherheit und Transparenz entwickelt, sodass es immer Unterstützung und Anleitung gibt, wenn Sie Ihre laufenden KI-Protokolle einrichten.
Bei allen Ähnlichkeiten und Unterschieden liegt die wahre Erkenntnis darin, wie Tools wie agentische und generative KI die Arbeits- und Geschäftswelt revolutionieren. KI-gestützte Lösungen ermöglichen es uns, mehr Daten zu verarbeiten, zu verstehen und zu produzieren als je zuvor. Und mit agentischer KI im Mix sind Unternehmen zunehmend in der Lage, diese Daten in die Praxis umzusetzen – automatisch, adaptiv und ohne überhaupt nachfragen zu müssen. Die heutigen leistungsstarken KI-Innovationen markieren einen Wandel von digitalen Tools, die auf unsere Befehle reagieren, hin zu Systemen, die auf ihre Umgebungen reagieren und lernen. Es ist nicht nur ein Wendepunkt in der Art und Weise, wie Software entwickelt, sondern auch in der Art und Weise, wie die Arbeit erledigt wird.
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