Zwar sind sie immer noch auf Maschinen angewiesen, doch moderne Fertigungsunternehmen setzen zunehmend auf genaue und umsetzbare Daten. Und fortschrittliche Technologien gestalten die Art und Weise, wie Fabriken diese Daten erfassen, verwenden und nutzen, vollkommen neu, von vernetzten Sensoren bis zur intelligenten Automatisierung. Wenn Funktionen wie künstliche Intelligenz (KI), robotergestützte Prozessautomatisierung (RPA) und das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) in ERP-Systeme eingebettet sind, verwandeln sie die Fertigung von einer Reihe von Schritten in ein kontinuierlich lernendes Ökosystem.
Vernetzte Maschinen und Produktionssysteme übertragen Echtzeitdaten in ERPs, Manufacturing Execution (MES), Warehouse Management (WMS), Configure Price Quote (CPQ) und andere Systeme. So können die Teams in dem Augenblick sehen, was in den Produktionslinien und Werken vor sich geht, in dem es passiert. KI-Analysen können Signale wie Temperatur, Vibration und Durchsatz interpretieren, um potenzielle Probleme frühzeitig zu erkennen, Prozessanpassungen zu empfehlen oder automatisch Wartungsarbeiten auszulösen. Das Ergebnis: eine intelligentere Planung, weniger Unterbrechungen und ein Betrieb, der mit jedem Produktionszyklus schlanker und resilienter wird.
Hier sind einige Möglichkeiten, wie Fertigungsunternehmen die in ihre ERP-Software integrierte Technologie nutzen können, um schneller zu arbeiten und wettbewerbsfähiger zu sein:
IoT-Konnektivität
Durch die Nutzung des IoT, um Maschinen, Sensoren und Produktionssysteme direkt mit Geschäftsprozessen zu vernetzen, können Unternehmen ihre Abläufe klar und in Echtzeit sehen und die Grundlage für mehr vorausschauende Einblicke legen. Hier sind einige Beispiele:
- Produktionsüberwachung. Mit der IoT-Integration können Fertigungsunternehmen ihre Geräte und Anlagen in Echtzeit überwachen und Faktoren wie GAE-Effizienz, Ausfallzeiten und Fehlercodes im Blick behalten, um ihre Wartungsstrategien zu optimieren.
- Anlagenmanagement und Instandhaltung. Der Einsatz von IoT-Sensoren zur Erfassung von Produktionsdaten, darunter Leistungsindikatoren und Wartungsdaten, ermöglicht schnelle Reaktionen auf sich ändernde Anlagenzustände.
- Lieferkettentransparenz. Vernetzte Anlagen, die Nachfrage- und Lieferdaten in Echtzeit teilen, verbessern die Transparenz in der gesamten Lieferkette und ermöglichen ein schnelleres, reaktionsfähigeres Liefernetzwerk.
- Qualitätsmanagement. Fehler können in Echtzeit erkannt werden, um die Produktqualität zu verbessern.
- Aftermarkt-Services. Durch die Möglichkeit, Services aus der Ferne zu überwachen und zu planen, können die Kundenzufriedenheit gesteigert und ungeplante Ausfallzeiten minimiert werden.
RPA und Workflow-Automatisierung
Robotergestützte Prozessautomatisierung (RPA) trägt dazu bei, die manuelle Arbeitsbelastung und Prozessengpässe durch Tools zu reduzieren, die menschliche Interaktionen mit digitalen Systemen nachahmen. RPA wird für stark repetitive, regelbasierte Aufgaben eingesetzt und bietet zeitsparende Anwendungen in der gesamten Wertschöpfungskette der Fertigung.
- Backoffice. RPA ist eine Hauptstütze der Verwaltungsarbeit und zeichnet sich durch die Automatisierung von Finanz-, Buchhaltungs- und Berichtsprozessen aus, darunter Dateneingabe, Rechnungsverarbeitung und Datensynchronisierung. Transaktionen wie Buchungen und Berichte können automatisiert werden, ebenso wie Workflows für mehr Genauigkeit und Tempo.
- Frontoffice. Jeder Bereich und jeder Touchpoint kann von RPA-Workflows profitieren, vom Vertrieb und Kundenservice bis hin zu Aftermarket-Services. Beispielsweise kann RPA-Technologie Kundenaufträge automatisch erfassen und in ERP-Systeme eingeben oder Leads an die zuständigen Personen weiterleiten.
- Produktion. Früher nur auf die Backoffice-Verwaltung beschränkt, findet RPA heute Anwendung in einem breitere Fertigungsspektrum. Beispielsweise kann es automatisch Wartungsanträge basierend auf Produktions- und Qualitätsdaten auslösen, Lieferanten- und Bestandsdaten abgleichen, Stücklisten- oder Designänderungen zwischen PLM- und ERP-Systemen übertragen und Bestellungen und Genehmigungen automatisieren.
Fortschrittliche und vorausschauende Analysen
Analysen in allen Formen – branchenorientiert, KI-gestützt, prädiktiv, erweitert – werden zusammengeführt, um zu zeigen, was funktioniert und was nicht. Rollenbasierte Dashboards, KPIs und mobile Einblicke stellen genaue Vorhersagen und Kostenprognosen bereit, um die finanzielle und operative Entscheidungsfindung auf allen Ebenen zu unterstützen, darunter:
- GAE (Gesamtanlageneffektivität) und vorbeugende Instandhaltung
- Lieferkettenoptimierung
- Datenmanagement und -analyse
- Unterstützung der Finanzabteilung und Geschäftsleitung
Integration und Erweiterbarkeit
Die besten ERP-Systeme für industrielle Fertigungsunternehmen lassen sich vollständig in PLM, MES und andere Systeme integrieren und ebnen so den Weg für schnellere, genauere Analysen und KI-gestützte Automatisierungsprozesse. Um die Integration und Skalierung zu erleichtern, stützen sie sich auf eine Reihe von Technologien.
- API-gesteuerte Konnektivität. Nahtlose Integration in ERP-, PLM-, MES- und Drittsysteme.
- Stammdatenmanagement (MDM). Schafft eine einzige Datenquelle für Konstruktion, Produktion, Lieferkette und andere Abteilungen, um zu gewährleisten, dass alle Daten abgestimmt und für Analysen bereit sind. Process Mining. Erlernt Muster über Anwendungen hinweg und schlägt Möglichkeiten zur Verbesserung von Prozessen vor, reduziert Engpässe und Compliance-Verstöße und löst bei Bedarf RPA-Workflows aus.
- Low-Code-Erweiterbarkeit. Ermöglicht das Erstellen, Modifizieren und Bereitstellen benutzerdefinierter Apps oder Automatisierungen durch Drag-and-Drop-Schnittstellen und wiederverwendbare Komponenten und ganz ohne umfassende Entwicklung.