Loading component...

Voraussetzung für eine neue Medizin: interoperable Daten

Infor_3D Platform Image_Library_Dark_06.jpg

5. Februar 2026By Dimitrios Kakoulis | Leader Strategy Healthcare EMEA & APAC

Wie die meisten Industrienationen steht auch Deutschland an einem Wendepunkt der Gesundheitsversorgung. Eine alternde Bevölkerung, die Zunahme chronischer Krankheiten und wachsende Ausgaben zeigen die Grenzen eines Systems auf, das noch auf die Reparaturmedizin ausgerichtet ist.

Die Treiber der Veränderung stoßen zunehmend auf Verständnis bei Bevölkerung, Leistungserbringern und Politik: Prävention, Longevity und Personalisierung. Sie sind die klaren Trends der Zukunft und beruhen auf der Kenntnis individueller Risiken, der Prädiktion akuter Patientenfälle und dem informierten Engagement der Bürgerinnen und Bürger. Genomik, Epigenetik, Biotechnologie und regenerative Medizin sind Teil einer hochgradig personalisierten Behandlung: Dispositionen können früher erkannt, Behandlungsstrategien optimiert werden.

Rolle der Politik

Eine gesamtgesellschaftliche Strategie hin zur Prävention darf nicht von Wahlzyklen abhängig sein. Rahmenvorgaben müssen langfristig Sicherheit für Initiativen und Investitionen schaffen. Gerade im föderal geprägten deutschen Gesundheitssystem erfordert dies politische Kontinuität über Legislaturperioden hinweg sowie eine abgestimmte Zusammenarbeit von Bund, Ländern und Selbstverwaltung.

Daten in der Schlüsselrolle

Der beschriebene Paradigmenwechsel ist untrennbar mit einer zentralen Voraussetzung verbunden: interoperabel verfügbare Gesundheitsdaten. Nur wenn Daten sektorenübergreifend, standardisiert und sicher nutzbar sind, lassen sich individualisierte Diagnosen, Therapien und Präventionsstrategien erfolgreich umsetzen. Gleichzeitig bilden diese Daten die Grundlage für medizinische Forschung, Versorgungssteuerung und den verantwortungsvollen Einsatz von Künstlicher Intelligenz.

Make or buy?

Ob Interoperabilitätsplattform (IOP) oder Clinical Data Repository (CDR) – eine “single source of truth” über unterschiedlichste Datenquellen hinweg überfordert die Kapazitäten der meisten Leistungserbringer. Sie schaffen Datensouveränität durch die Zusammenarbeit mit einem spezialisierten, qualifizierten Dienstleister – und gehen so tragfähig den Weg in die Zukunft. Berater und Implementierer wie Infor mit Cloverleaf, der Plattform für die Integration von Gesundheitsdaten, bringen Daten aus Quellen wie KIS, Subsystemen, Smart Medical Devices, klinischen Studien, Wearables und mehr zusammen, die für die personalisierte Medizin und moderne Versorgungsmodelle genutzt werden sollen. Interoperabilität auf Basis von FHIR mit hochmodernen Implementierungswerkzeugen sowie die Zurverfügungstellung in der Cloud oder hybrid sind zentrale Komponenten des Angebotes von Infor.

Konkrete Vorzüge der Datenintegration

Gesundheitsdaten werden bislang weitenteils in Datensilos vorgehalten. Infor Cloverleaf beseitigt die Datenbarrieren zwischen Anbietern, Kostenträgern und Life-Science-Unternehmen. So wird der umfassende Zugriff auf Patientenakten möglich – einschließlich Laborergebnissen, Diagnosen und Behandlungsplänen. Durch die Einhaltung der HL7® FHIR®- und DaVinci-Standards bietet die Lösung eine sichere Datenverarbeitung in Echtzeit, die die Skalierbarkeit erhöht und die IT-Kosten senkt. So heben Entscheider die Daten-Potenziale für eine verbesserte Versorgung, für tragfähige klinische Entscheidungen und optimierte Behandlungsergebnisse – getreu dem Motto „Morgen gehen wir ins Krankenhaus, weil wir gesund sind ... und um gesund zu bleiben”.

Lassen Sie uns verbinden